Drachenfeuer am Abendhimmel

Wehrden. Die Nachtshow der Völklinger Drachenfreunde aus dem Verein Nepomuk Wehrden war noch am Sonntag das Thema auf der Drachenwiese am Wasserturm. Immer wieder sprachen begeisterte Beobachter den Vorsitzenden der Nepomuks, Reinhold Gläser, oder Markus Reiter, der das ganze Spektakel inszeniert hatte, am zweiten Tag des 16. Wehrdener Drachenfestes an

Wehrden. Die Nachtshow der Völklinger Drachenfreunde aus dem Verein Nepomuk Wehrden war noch am Sonntag das Thema auf der Drachenwiese am Wasserturm. Immer wieder sprachen begeisterte Beobachter den Vorsitzenden der Nepomuks, Reinhold Gläser, oder Markus Reiter, der das ganze Spektakel inszeniert hatte, am zweiten Tag des 16. Wehrdener Drachenfestes an. "Das habt ihr richtig toll gemacht", hieß es dann. Oder "Hut ab, das war wirklich sehenswert."Und das gab es am Samstagabend zu sehen, kaum dass das letzte Abendrot vom Himmel gewichen war: Nepomuk, das Maskottchen des Vereins, ist selbstverständlich ein Drache. Zusammen mit dem niedlichen Drachenkind Mini-Nepomuk gießt es zunächst die Blumen im Peter Lustigs Löwenzahngarten, dann geht es auf große Fahrt. Und zwar mitten auf's Meer, wo die beiden Drachenboot-Drachen mit fliegenden Fischen und Quallen tanzen. Ziel der Reise ist offenbar China, denn urplötzlich taucht ein riesiger Drachenbruder auf. Ein chinesischer Glücksdrachen, der sich über die dunkle Drachenwiese schlängelt. Dann kommen Groß- und Klein-Nepomuk zum romantischen Finale. Sie zünden die Wunderkerzen an, die an der Schnur eines weißen Luftballons befestigt sind, und fordern die Zuschauer, die inzwischen ebenfalls einen solchen Ballon bekommen haben, auf, es ihnen gleich zu tun. Sekunden später erheben sich hunderte von weißen Luftballons mit sprühenden Wunderkerzen in den Nachthimmel und schweben auf den hell leuchtenden Halbmond zu. Kaum sind die Wunderkerzen erloschen, zünden die Drachenfreunde noch ein Feuerwerk auf der Wiese.Dass es im Gegensatz zu den Vorjahren keine Musikbands zum Drachenfest gegeben hat, hat offenbar niemanden gestört, so beeindruckend war die nächtliche Show. Drachenboss Gläser: "Die Bands haben uns einfach immer sehr viel Geld gekostet, und deswegen wollten wir dieses Mal zurück zu den Wurzeln."Das hieß, wieder viele Drachen in den Himmel steigen zu lassen - auch wenn ausgerechnet zum Drachenfest einmal wieder überwiegend Flaute herrschte. Am Samstagmittag habe der Wind noch ausgereicht, am Abend habe er aber deutlich nachgelassen. Flaute war, wie Gläser berichtet, gut für die Nachtshow. Ein paar leichte Exemplare, die jeden Windhauch ausnutzen, schafften es am Sonntag doch, sich ein Weilchen am Himmel zu halten. Darunter ein so genannter Vierleiner - er heißt so, weil er von vier Leinen gesteuert wird. Er übernahm die Aufgabe des für Sonntagvormittag angekündigten Bonbon-Drachens und verteilte fliegend Gummibärtütchen an die kleinen Festgäste. Der rosa Kraken, der während des Drachenfestes einige Male über der Drachenwiese schwebte, ist übrigens ein Schmuckdrachen. Das heißt: Er wird meistens von Trägerdrachen in der Luft gehalten. Wer sich für das Drachenfliegen interessiert, ist bei den Drachenfreunden willkommen. Die geben auch gerne Tipps, zum Beispiel, wie man einen Drachen richtig trimmt und wie man richtig zum Wind steht. Infos: Reinhold Gläser, Tel. (0 68 98) 7 85 48.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort