Die Zeichen stehen günstig

Fußball-Oberligist SV Röchling Völklingen hat mit einem verhältnismäßig leichten Programm die Chance, sich ein Polster für die Winterpause zuzulegen. Den Auftakt macht an diesem Samstag das Heimspiel gegen Aufsteiger SV Mehring.

Die Gelegenheit scheint günstig, um in den nächsten Wochen reichlich Punkte aufs eigene Konto zu bringen. Drei Heimspiele und die Auswärtspartie beim punktlosen Schlusslicht SVN Zweibrücken stehen für den SV Röchling Völklingen in der Fußball-Oberliga nun auf dem Plan. Nach zwei Siegen zuletzt, dem 5:2 gegen die SpVgg Burgbrohl und dem jüngsten 1:0 beim SV Gonsenheim, sieht auch Trainer Günter Erhardt eine Chance für sein aktuell siebtplatziertes Team: "Wir sollten jetzt da weitermachen, wo wir dran sind. Mit drei Heimspielen und dem Spiel in Zweibrücken haben wir die Möglichkeit, uns bis zur Winterpause ein Polster aufzubauen", sagt der 54-Jährige.

Den Auftakt macht an diesem Samstag, 14.30 Uhr, der Heimauftritt gegen den Tabellen-14. SV Mehring. Der Aufsteiger feierte nach neun Spielen ohne Sieg am vergangenen Samstag wieder ein Erfolgserlebnis. Nach 0:1-Pausenrückstand siegten die Moselaner noch mit 4:1 gegen Arminia Ludwigshafen - ein Resultat, das auch Völklingens Kapitän Sammer Mozain Respekt abtrotzt: "Wir sollten den Gegner nicht unterschätzen. Das Ergebnis ist schon beeindruckend, zumal wir gegen Ludwigshafen verloren haben (1:3-Auswärtsniederlage; Anm. d. Red.). Mehring war in der Vergangenheit generell nicht leicht zu spielen. Das ist eine echte Kampfmannschaft", weiß der 31-Jährige.

Tatsächlich verlor Röchling in der Zittersaison 2013/2014 beide Spiele gegen die Moselaner. Nach der 1:2-Heimpleite am vorletzten Spieltag stand Völklingen damals dicht vor dem Abgrund, am Ende erwischte es in einem der dramatischsten Oberliga-Schlussakkorde überhaupt aber die Mehringer. Und auch wenn die Gäste in dieser Saison erst einen Auswärtsdreier - 2:1 am zweiten Spieltag in Gonsenheim - landeten, animieren gerade die nur knappen Niederlagen beim souveränen Spitzenduo TuS Koblenz (2:3) und SC Hauenstein (0:1) zur Vorsicht. Dennoch sagt Mozain selbstbewusst: "Wir wollen dem Gegner unser Spiel aufzwingen."

Dass der Spielführer, der bisher zumeist im Abwehrzentrum neben Neuzugang Rouven Weber auflief, dabei lieber eine offensivere Rolle einnehmen würde, leugnet er nicht: "Ich würde gerne wieder vorne spielen", sagt Mozain, "aber das entscheidet der Trainer". Letzterer hat in Sachen Personal wieder mehr Spielraum. Der Kader ist zwar eng, doch neue Ausfälle gibt es nicht zu beklagen. Dazu scharrt die junge Garde mit den Hufen - ob Lukas Feka, Marvin Guss, Georgios Anastasopoulos oder Fatih Günes: "Die Jungs drängen sich im Training auf", so Mozain. Wie gesagt: Die Gelegenheit scheint glänzend.