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Die Region gedenkt der Terror-Opfer

Die Region gedenkt der Terror-Opfer

Gestern um 12 Uhr hatte die Europäische Union zu einer Schweigeminute aufgerufen, im Gedenken an die Opfer der Pariser Terroranschläge. Überall in unserer Region haben Menschen stille Zeichen gesetzt.

 Gestern Mittag auf dem Saarbrücker Schlossplatz: Rund 400 Beschäftigte des Regionalverbandes gedenken schweigend der Opfer der Pariser Terroranschläge. Foto: Becker & Bredel
Gestern Mittag auf dem Saarbrücker Schlossplatz: Rund 400 Beschäftigte des Regionalverbandes gedenken schweigend der Opfer der Pariser Terroranschläge. Foto: Becker & Bredel Foto: Becker & Bredel

Die Schüler der Völklinger Gemeinschaftsschule Sonnenhügel haben gestern während der europäischen Schweigeminute für die Opfer der Pariser Attentate auf dem Schulhof Lichter angezündet, "ein Zeichen als Gedenken an die Opfer von Terror - sei es in Aleppo, in Beirut, in Paris oder Istanbul -, ein Zeichen für die Freiheit", schreibt Susanne Meier, die stellvertretende Schulleiterin, dazu. 550 Schüler und Lehrer fanden sich schweigend auf dem Schulhof zusammen.

Rund 400 Mitarbeiter des Regionalverbandes Saarbrücken haben sich gestern zur europaweiten Schweigeminute auf dem Schlossplatz versammelt. Auch Roland Roth, Präsident des Gemeindeverbandes Saargemünd, war gekommen. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo , zugleich Präsident des Eurodistricts Saarmoselle, drückte allen französischen Bürgermeistern im Eurodistrict in einem Brief sein tiefes Mitgefühl aus.

Die Stadt Völklingen lädt alle Bürger am Mittwoch, 18. November, 12 Uhr, in die Forbacher Passage ein. Dort wird Oberbürgermeister Klaus Lorig an der Stahlskulptur des Künstlers Colombino einen Kranz niederlegen, um "die Solidarität der Stadt Völklingen insbesondere mit ihren Partnerstädten Forbach, Les Lilas sowie der Ludweiler Partnergemeinde Ars-sur-Moselle" zu bekunden, teilt die Stadt mit. Lorig sagte gestern Nachmittag, es kämen voraussichtlich auch Forbacher Beigeordnete.

Und Mitglieder der Ditib-Moscheegemeinde in Wehrden. "Wir sind traurig, wir sind entsetzt", sagte Ismet Avsar, Vorsitzender der Wehrdener Ditib-Moscheegemeinde, gestern im SZ-Gespräch. "Unverständlich und unerklärlich" nennt er mörderische Gewalttaten wie jetzt in Paris oder auch jüngst in Ankara; "das können wir überhaupt nicht tolerieren". Traurig mache ihn auch, dass man bisher kaum Muslime unter den Trauernden sehe. Das soll sich am Mittwoch ändern: Die Wehrdener Muslime wollen bei der städtischen Gedenk- und Solidaritätsfeier ihre Trauer zeigen.