Die leuchtenden Augen sprechen Bände

Die leuchtenden Augen sprechen Bände

Bei der Schulmeisterschafn der Saarländischen Triathlon-Union herrschte großer Andrang. Knapp 220 Schüler im Alter von fünf bis 15 Jahren legten sich in den drei Disziplinen ins Zeug. Das Saarbrücker Rotenbühl-Gymnasium feierte einen Fünfacherfolg.

Das Saarland ist Triathlon-Land. Klar, da ist der Saarbrücker Olympiastützpunkt, wo Olympia- und Hawaii-Sieger Jan Frodeno die Basis seiner Erfolge legte. Da ist aber eine andere Sache: Das wurde am Dienstag im Wallerfanger Freibad deutlich. Seit zwölf Jahren hat der Ausdauersport in der Schule einen festen Platz. Zu den 13. Triathlon-Schulmeisterschaften kamen knapp 220 Schüler aus 39 Schulen. Sie holten im Wasser, auf dem Rad und beim Laufen alles aus sich heraus. Im Wettkampf der ältesten Schüler der Jahrgänge 2001/02 feierte das Saarbrücker Rotenbühl-Gymnasium gleich einen Fünffacherfolg. Hinter Sieger Fynn Mengele, der 14:25 Minuten benötigte, und Noah Thösen (+45 Sekunden) folgte auf den weiteren Plätzen Sarah Laschinger, Maren Steub und Sina Maaß.

Als Jüngste dwaren die Jahrgänge 2009 und 2010 am Start. Younis Rausch ist trotz seiner erst sechs Jahre ein alter Hase. Bereits im Kindergarten-Alter mischte er in Wallerfangen mit - und jetzt war der Grundschüler aus Heiligenwald der Schnellste. An die große Glocke wollte er seinen Erfolg partout nicht hängen. Immerhin war ihm zu entlocken: "Radfahren macht am meisten Spaß." Parade-Disziplin von Saskia Ney ist das Schwimmen. Sie betreibt Triathlon seit fünf Jahren und startete nun richtig durch. Die Elfjährige aus Hemmersdorf war in Wallerfangen nicht einzufangen. Nur von fünf Jungs distanziert gewann sie den Titel für das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen. Auf die dazu passende Medaille musste sie wie alle anderen verzichten. Wegen eines Missverständnisses waren die Plaketten nicht greifbar, was der Freude aber keinen Abbruch tat.

Riesenjubel gab es bei der Siegerehrung in den Reihen der Grundschule Oberlinxweiler, als Moderator Peter Hiery die Mannschafts-Ergebnisse der Jahrgänge 2007 und 2008 verkündete. Hanna, Merle und Anna jubelten über Platz eins. Jana, Johanna und Lina freuten sich über Rang zwei. Bei den Jungs lag das Trio Jakob, Moritz und Paul ganz vorne. "So sehen Sieger aus", schallte es durch das Freibad. "Ich bin überrascht, dass es noch so gut lief und wir Erster geworden sind - obwohl ich im Schwimmen so weit hinten lag", freute sich Jakob Zimmermann über seine Aufholjagd, die ihn im Einzel noch auf Platz zwei führte.

Ganz vorne lag bei den Jungs Fabius Marquordt von der Grundschule "In den Bruchwiesen" Saarlouis. Ganz dicht folgte ihm die schnellste Starterin, Nora Wortmann von der Grundschule Altes Rathaus Wallerfangen. Für viele war der Wallerfanger Triathlon komplettes Neuland. Doch auch sie schlugen sich wacker. Etwa Ida Giebel von der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley. "Ich war schon nervös. Ich hatte Angst, dass ich mich verlaufe oder so", verriet die Elfjährige, die zwar als Schwimmerin einen Ansatzpunkt hatte, aber sonst eher im Handball zu Hause ist. Ihr Fazit nach dem Debüt: "Das hat echt Spaß gemacht."

Das sah bei den meisten Schülern ähnlich aus, Ergebnisse hin oder her. Bei den Jahrgängen 2003 und 2004 legte Max Müller vom Merziger Gymnasium am Stefansberg einen super Wettkampf hin. Die 200 Meter Schwimmen, 3000 Meter Rad und den 1000-Meter-Lauf meisterte der 13-Jährige in 15:27 Minuten. Damit belegte er nicht nur Platz eins vor Hanno Wortmann vom Max-Planck-Gymnasium Saarlouis, sondern er war auch mehr als eine Minute schneller als beim Jahrgangssieg im Vorjahr. "Ich bin sehr zufrieden. Ich kam als Zweiter aus dem Wasser, auf der Radstrecke konnte ich mich dann absetzen und meinen Vorsprung ausbauen. Jetzt möchte ich erst einmal in den Kader kommen. Nächstes Ziel ist ein guter Platz bei der deutschen Meisterschaft", sagte Max. Bernd Zimmer, Präsident der Triathlon-Union, zog ein positives Fazit: "Wir hatten 272 Meldungen. Damit sind wir sehr zufrieden." > Ergebnisse: siehe Zahlen