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Jetzt auch noch eine Oberbürgermeisterin aus Ludweiler
Die Invasion vom Warndt

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Eines müssen die Innenstädter sicher nicht befürchten: die berühmt-berüchtigte Invasion vom Mars. Doch ein Phänomen zeichnet sich bereits ab: die Machtergreifung des Warndt.

Es begann mit harmlos wirkenden Vorzeichen. Der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt wurde gestrichen. In Ludweiler dagegen geht’s munter weiter, da sorgt ein privater Veranstalter für die Fortsetzung. Dem Völklinger Rosenmontagszug ist die Puste ausgegangen. Dagegen strahlt in Ludweiler der Himmel nach wie vor in Beele’s-Lila – mit Oldie-Nacht, Gala-Kappensitzungen und dem riesengroßen Umzug.


So weit, so gut. Über Fastnacht können die Innenstädter ja einmal den Vorrang abtreten. Der Warndt spielt allerdings bereits jetzt in der Gesamtstadt eine tragende Rolle. So hat Hans Agostini, Vorsitzender des Wirtschaftskreises, zwar eine Filiale in der Innenstadt. Aber er wohnt in Ludweiler. Ähnlich verhält es sich mit Agostinis Stellvertreter, Christian Duchene. Erik Kuhn aus Ludweiler ist nicht nur bei den Beele’s vorn dabei, sondern führt bereits seit langem die SPD-Fraktion im Völklinger Stadtrat. Und bald wird eine Frau aus Ludweiler, nämlich Christiane Blatt (SPD), als Oberbürgermeisterin im  Rathaus regieren.

Dazu spekuliert man auf Verstärkung aus dem Nachbarort. Der Lauterbacher Erik Roskothen soll nach dem Willen der Genossen den Bürgermeisterposten übernehmen. Womit dieser Warndt-Ort nach dem früheren CDU-Fraktions­chef Gerhard Scherschel wieder gewichtig vertreten wäre.



Bleibt abzuwarten, wie Christiane Blatt als Chefin ihre erste Ratssitzung eröffnet. Vielleicht sogar mit dem Schlachtruf der Beele’s? Der beginnt mit einem lang gezogenen „Ludweiler . .“. Die richtige Antwort lautet dann: „Helau!“