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Die HSG Völklingen besiegt in der Handball-Oberliga die HSG Kastellaun-Simmern

Handball-Oberliga : Minuskulisse mit mehr Zuschauern als erwartet

Der Handball-Oberligist HSG Völklingen besiegt die HSG Kastellaun-Simmern mit 21:18.

Eine fast schon gespenstische Leere herrschte am Freitagabend auf den Rängen der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle. Knapp 40 Zuschauer wollten das Heimspiel der HSG Völklingen in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gegen die HSG Kastellaun-Simmern sehen. Für die HSG war dies die Minuskulisse in dieser Saison. „Das waren aber noch 20 Besucher mehr als ich gedacht habe“, sagte Völklingens Trainer Berthold Kreuser. Der Grund für die weitestgehend unbesetzten Ränge ist leicht zu finden. Das Spiel fand zeitgleich mit dem WM-Halbfinale der deutschen Handballer gegen Norwegen statt. „Das war natürlich blöd. Aber wegen der Hallenbelegung war kein anderer Spieltermin für uns möglich“, erklärte Kreuser: „Und als im August 2018 die Begegnungen terminiert wurden, war an das WM-Halbfinale noch nicht zu denken.“

Immerhin: Auf dem Feld lief es für die HSG Völklingen erfolgreicher als zeitgleich für die deutsche Nationalmannschaft in Hamburg. Denn während die mit 25:31 gegen Norwegen verlor, feierten die Völklinger einen 21:18-Erfolg gegen die HSG Kastellaun-Simmern. „Vor allem dank einer starken Abwehrleistung“, lobte Kreuser, der im Heimspiel gegen den Tabellenviertletzten auf Leistungsträger Alexander Saunus (Bänderriss) verzichten musste. Ohne einen ihrer treffsicheren Rückraumschützen fanden die Gastgeber nicht gut in die Partie: Nach acht Minuten lagen sie mit 3:5 zurück. Doch nach einer Viertelstunde glich die HSG Völklingen zum 6:6 aus. Besonders stark in dieser Phase war Torhüter Andrej Kessler, der mit einigen Paraden glänzte. „Damit hat er uns auch Sicherheit gegeben“, erklärte Kreuser.

In der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs glänzten bei den Völklingern aber nicht nur die Defensive und der Torhüter, sondern auch der Angriff. „Da war viel Bewegung drin. Dadurch konnten wir die Abwehr knacken“, analysierte Kreuser. Der Lohn dieser starken Phase: Beim Seitenwechsel lag die HSG Völklingen mit 14:9 in Führung.

Nach der Pause sah es zunächst so aus, als sollten sich die Gastgeber diesen Vorsprung nicht mehr nehmen lassen. Doch nach einem Völklinger „Zwischentief“ wurde es kurz vor Schluss eng: Knapp drei Minuten vor dem Ende war die HSG Kastellaun-Simmern bis auf zwei Tore herangekommen (18:20). Doch zwölf Sekunden vor dem Ertönen der Schluss-Sirene beseitigte Völklingens Adrian Cristescu mit dem Treffer zum 21:18 die letzten Zweifel am Sieg. Erfolgreichster Werfer der Gastgeber war Thomas Jung mit sieben Treffern vor Norbert Petö, der sechs Tore erzielte.

Mit dem Sieg gegen die HSG Kastellaun-Simmern baute die HSG Völklingen als Tabellenelfter den Vorsprung auf die Abstiegszone aus. Sollte es die maximal möglichen drei Absteiger geben, dann hätten die Saarländer sieben Punkte Vorsprung vor der „roten Linie“. Bei zwei Absteigern wären es zwölf Zähler. Am Sonntag, 3. Februar, wartet auf die HSG Völklingen das Saarderby bei den HF Illtal. Spielbeginn in der Eppelborner Hellberghalle ist um 18 Uhr. Im Hinspiel besiegten die Völklinger den Tabellenvierten mit 26:24.

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