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"Die Grundschule platzt aus allen Nähten"

"Die Grundschule platzt aus allen Nähten"

Was war für Sie das wichtigste Projekt im letzten Jahr? Blatt: Am meisten hat mich und Ludweiler die Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes beschäftigt und auch meinen vollen Einsatz gefordert. Problematisch war, dass der komplette Platz rund ein halbes Jahr gesperrt war und darunter die Gewerbetreibenden und auch die Autofahrer erheblich gelitten haben

Was war für Sie das wichtigste Projekt im letzten Jahr?Blatt: Am meisten hat mich und Ludweiler die Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes beschäftigt und auch meinen vollen Einsatz gefordert. Problematisch war, dass der komplette Platz rund ein halbes Jahr gesperrt war und darunter die Gewerbetreibenden und auch die Autofahrer erheblich gelitten haben. Bedauerlich auch deshalb, weil im Vorfeld die Vorgehensweise anders besprochen war und immer nur ein Drittel des Platzes gesperrt werden sollte. Zum Glück musste nur das Dorffest verlegt werden und nun ist eigentlich das ganze Dorf froh über diese gelungene Maßnahme. Jetzt müssen nur noch die Restarbeiten wie das Setzen der Poller und die Fertigstellung des Spielplatzes erledigt werden.

Wie sehen Sie die Infrastruktur in Ludweiler?

Blatt: Ludweiler ist in der glücklichen Lage, noch alle Geschäfte des täglichen Bedarfs anbieten zu können, wie Banken, Friseure, Optiker, Ärzte, ein breites schulisches Angebot und zwei Kindergärten. Verbesserungswürdig erscheint mir die Optik der Hauptdurchgangssstraße durch mehr Begrünung. Begrüßenswert ist auch die geplante Umgestaltung des alten Friedhofes zur Parkanlage. Wichtig ist mir, dass die Vielfalt des Einzelhandels erhalten bleibt. Vor allem die Ortsmitte soll vor Spielhallen und Wettbüros geschützt werden. Ich habe deshalb auch erfolgreich bei der Stadtverwaltung und Stadtplanung interveniert, dass die Bebauungspläne in ganz Völklingen entsprechend geändert werden.

Wie prekär ist noch die Wildschweinplage in Ludweiler?

Blatt: Das Thema ist immer noch aktuell, hat sich jedoch durch den neuen Jagdpächter Bernd Müller deutlich verbessert. Es gilt jedoch, betroffene Bürger besser aufzuklären und mit ihren Sorgen ernst zu nehmen. Auf meinen Antrag hin ist es nun sogar möglich, die Schwarzkittel in befriedeten Bezirken unter besonderen Sicherheitsauflagen zu jagen.

Wie sehen Sie die Zukunft des Vierklassenschulhauses?

Blatt: Klar ist, dass im Erdgeschoss der Theaterverein Thalia eine neue Heimat finden wird. Im ersten Stock wird die Nachmittagsbetreuung untergebracht. Ein endgültiges Konzept ist dringend notwendig, weil die Grundschule, bedingt durch den stark expandierenden bilingualen Zweig, aus allen Nähten platzt und deshalb dringender Raumbedarf gegeben ist. Für mich haben Kinder auf jeden Fall Vorrang.

Wie ist die Situation im Alten Bürgermeisteramt?

Blatt: Wir wären froh, wenn die Sanierung des linkes Gebäudeteils in Angriff genommen werden würde. Es muss ein tragfähiges Konzept entwickelt werden, wie die weitere Nutzung aussehen könnte, auch um dann dem Glas- und Heimatmuseum Warndt Planungssicherheit geben zu können.

Wie ist der Stand beim Ausbau des Warndtstadions zum Leichtathletikstützpunkt?

Blatt: Wir haben die Leichtathleten des TV Ludweiler im Herbst zu einer Ortsratssitzung eingeladen, in der die Planungen vorgestellt wurden. Nach Mitteilung der Stadt soll im Frühjahr, sobald es die Witterung zulässt, mit dem Bau der zwei Tribünen, der Tartanbahn sowie der modernen Sprung- und Wurfanlagen begonnen werden. Die Finanzierung ist gesichert, so dass ab Herbst die Weltspitze der Leichtathletik sich im Warndt ein Stelldichein geben kann.

Welche Ziele und Träume haben Sie in den nächsten Jahren für ihren Heimatort?

Christiane Blatt an ihrem Schreibtisch im Ludweiler Alten Rathaus. Foto: Horst Lange.

Blatt: Ich wünsche mir, dass der Lauterbach endlich nachhaltig saniert wird. Die Ludweiler, egal ob im kulturellen oder sportlichen Bereich, sollen eine Zukunft haben, auch wenn Kooperationen und Fusionen von Vereinen oft eine gute Möglichkeit sind, diese langfristig zu erhalten. Schließlich wünsche ich mir auch, dass die gute Zusammenarbeit und der Zusammenhalt zwischen den Vereinen, Schulen und Kirchen unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft der Vereine weiter so vorbildlich bleibt wie in den vergangenen Jahren.