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Freibad Völklingen: Die Freibadsaison startete mit viel Sonne

Freibad Völklingen : Die Freibadsaison startete mit viel Sonne

Wenn es nicht gerade gewitterte und regnete, war es dieser Tage oft sehr warm. Da lockte das Bad im Freien. Eindrücke aus dem Völklinger Freibad vom Samstag – es ist seit Pfingsten geöffnet.

Stolz wie Bolle verlassen Melwin und Marcel das Büro der Schwimmaufsichten im Völklinger Erlebnis-Freibad im Köllertal. In ihren Händen halten sie ihr Seepferdchen, sie haben gerade die erste der möglichen Schwimmprüfungen bestanden. Jetzt sausen sie zu den Liegedecken ihrer Mütter. Genau auf der anderen Seite des Bades haben die es sich dort gemütlich auf der Liegewiese eingerichtet. Ein bisschen Sonne, ein bisschen Schatten, so mögen sie es. Der Erfolg der Jungs wird kurz gefeiert, dann suchen sie wieder Abkühlung im Aktionsbecken.

„Ja, wenn sich der Publikumsandrang noch in Grenzen hält, dann bleibt noch ein bisschen Zeit für Schwimmprüfungen“, informiert der Fachbedienstete für Badebetrieb Koundoul Mague, der die Prüfung am Beckenrand überwacht und die Leistungen dann auf der entsprechenden Ausweiskarte unterschrieben und gestempelt hat.

Tristesse gibt es in der bisherigen Freibadsaison nicht. „Ich arbeite viel lieber hier an der frischen Luft und in der Natur als im Hallenbad“, gesteht er. Zumal: „Ab der Eröffnung haben wir dieses Mal das richtige Wetter.“ Nämlich viel Sonne.

Nur einmal musste er das Bad früher absperren, woran aber nicht das Wetter Schuld war. König Fußball forderte Tribut, als das benachbarte Hermann-Neuberger-Stadion zuletzt zum ersten der beiden für den 1. FC Saarbrücken enttäuschenden Aufstiegsspiele in die Dritte Liga (2:3 in Völklingen gegen 1860 München und 2:2 in der bayerischen Landeshauptstadt) erstmals seit Ewigkeiten ausverkauft war.

Trotz überwiegend Bilderbuchwetter für Freibadgänger ist die Kapazität von 3000 Besuchern pro Tag jedoch noch ausreichend mit viel Luft nach oben. Wie gesagt: Es bleibt noch Zeit für Schwimmprüfungen, zumindest am Vormittag und über die Mittagszeit. „Der richtig große Andrang wird sich aber wohl erst zu den Sommerferien einstellen.“ Aber bereits am Nachmittag werde sich das Bad deutlich füllen – sofern das Wetter halte: „Denn am Wochenende ist auch schon jetzt einiges los hier.“

Zumal sich das Einzugsgebiet überraschend erweitert hat. Denn Neu-Seepferdchen-Inhaber Marcel ist aus dem Saarbrücker Stadtteil Fechingen angereist, sein Kumpel Marcel aus Heusweiler. Die Menschen der Köllertalgemeinden steuern schon länger das moderne Völklinger Freibad an. In Fechingen, an dessen Ortsrand eines der größten Saarbrücker Freibäder liegt, hat die Natur im Zuge der Überflutungen im Saarbrücker Osten und an der Oberen Saar das Bad über Wochen unbrauchbar gemacht. Also suchen die Nutzer nach Alternativen. „Und Völklingen hat nun mal ein sehr schönes Freibad, das wir aber auch schon vorher regelmäßig besucht haben“, so Marcels Mutter Sandra Bouillon.

Und so hält das Badevergnügen vergangenen Samstag über einige Stunden an. Dann aber kündigen Blitz und Donner wieder einen kräftigen Schutt an, der dann auch tatsächlich kommt. Was aber noch keinen Abbruch des Schwimmbadtages bedeutet, wie Mague weiß.

Klar: Solange ein Gewitter unmittelbar über dem Gelände wütet, ist das Wasser tabu. Blitze bedeuten für Schwimmer Lebensgefahr. Das weiß jeder – und so haben die Schwimmaufsichten kaum Widerspruch zu erwarten. Und wenn es ausdauernd regnet, macht zwar Schwimmen nicht unbedingt Spaß. Doch, so berichtet Mague: „Eine Gruppe vom DLRG hat zuletzt im Regen Volleyball gespielt.“

 Da wird der Schwimmbad-Besuch sogar noch mit einem Abzeichen gekrönt: Stolz präsentieren Melwin Gross und Marcel Bouillon (rechts) ihre gerade erhaltenen Seepferdchen-Schwimmabzeichen.
Da wird der Schwimmbad-Besuch sogar noch mit einem Abzeichen gekrönt: Stolz präsentieren Melwin Gross und Marcel Bouillon (rechts) ihre gerade erhaltenen Seepferdchen-Schwimmabzeichen. Foto: BeckerBredel

Vier Kolleginnen und Kollegen hat Mague, dazu kommt über die Freibadsaison noch Verstärkung von DLRG-Ehrenamtlichen und weiteren Rettungsschwimmern auf Mini-Job-Basis. Meist ist auch noch ein technischer Angestellter der Stadt vor Ort, und so können auch noch in diesem Bereich Justierungen vorgenommen werden. „Die Ampel an der Wasserrutsche ist vielleicht ein bisschen zu kurz getaktet“, stellt man im Dialog fest. Bis bald der große Andrang kommt, wird das nachgebessert sein.