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Regionalliga-Aus für die Baskets
Der Versuch, etwas Neues aufzubauen

Gunter Gärtner (Nummer 6) löst Völklingens Trainer Alfredo Pecorino ab. Er wird kommende Saison Spielertrainer der Baskets. Foto: Andreas Schlichter
Gunter Gärtner (Nummer 6) löst Völklingens Trainer Alfredo Pecorino ab. Er wird kommende Saison Spielertrainer der Baskets. Foto: Andreas Schlichter FOTO: Andreas Schlichter
Völklingen.  Baskets Völklingen ziehen ihre Mannschaft aus der 2. Regionalliga zurück. Sie planen einen Neuanfang in der Oberliga. David Benedyczuk

Schon zum Ende der abgelaufenen Saison gab es die ersten Hinweise. Inzwischen ist klar, dass die gerade abgelaufene Spielzeit in der 2. Basketball-Regionalliga die letzte für die Baskets 98 Völklingen gewesen sein wird. Der Verein hat sich entschieden, die Mannschaft aus der fünften Liga zurückzuziehen und in der Oberliga einen Neuaufbau anzugehen. Dort wird Gunter Gärtner statt des bisherigen Trainers Alfredo Pecorino die Geschicke als Spielertrainer leiten. Darüber hinaus steht eine Kooperation mit dem BBC Bous im Raum, mit dem die Baskets womöglich eine Spielgemeinschaft bilden werden.


„Wir hatten einige Absagen innerhalb der Mannschaft, zum Teil berufsbedingt, aber auch aus Altersgründen“, erläutert Völklingens Vizepräsident Pascal Zimmer: „Wir haben uns deshalb gesagt: Okay, wir machen jetzt einen klaren Schnitt, nehmen junge Spieler mit ins Boot. Gunter übernimmt die Mannschaft und möchte auch noch selbst ein Jahr spielen. Alfredo tritt berufsbedingt kürzer, will aber noch im Hintergrund beratend tätig bleiben.“ Die Oberliga sei für den Umbruch die geeignete Klasse, „die Regionalliga wäre eine Nummer zu groß für die jungen Spieler“, sagt Zimmer.

„Es ist kein Rückschritt, sondern der Versuch, etwas Neues aufzubauen“, sagt Pecorino, der die Mannschaft in den vergangenen zwei Spielzeiten trainiert hatte. Nach dem dritten Platz im ersten Jahr reichte es für die Baskets unter seiner Ägide zuletzt nur zu Rang zehn. Zwischenzeitlich drohte nach einer Durstrecke von neun Niederlagen in Folge der sportliche Abstieg, der mit einer Ausbeute von neun Siegen und zwölf Niederlagen letztlich abgewendet werden konnte.

Gärtner freut sich auf die Herausforderung. „Es ist nötig, dass jetzt ein Umbruch vollzogen wird. Ich habe große Lust darauf, mit den Jungs zu trainieren und sie besser zu machen. Wir wollen erst einmal mit einer Mischung aus erfahrenen und jüngeren Spielern Fuß fassen. Perspektivisch steht die weitere Verjüngung der Mannschaft im Vordergrund. Die wollen wir Schritt für Schritt vorantreiben“, sagt der 39-Jährige. Er ergänzt: „Wir werden in der Oberliga sicher nicht ganz oben mitmischen, aber ich denke, dass wir eine gute Saison spielen können und nicht in Abstiegsgefahr geraten werden.“ Im Sommer will er freiwillige Trainingseinheiten anbieten. Der offizielle Vorbereitungsauftakt erfolgt im August.

Vom Völklinger Kader aus der vergangenen Saison bleiben neben Gärtner nur noch Denis Zubov und Stefan Grimm vom Stammpersonal erhalten. Dazu kommen die sporadisch in der Regionalliga eingesetzten Mathias Hansen, Tobias Fitsch und möglicherweise Max Sauer. Konstantin Hrasky und Leon Knop rücken ebenfalls aus der zweiten Baskets-Mannschaft auf in den Oberliga-Kader. Eine erfahrene Verstärkung auf der Aufbauposition erhalten die Baskets Völklingen in Person von Christof Krystek. Der 41-Jährige ehemalige Braunschweiger Bundesliga-Spieler ist beruflich im Saarland gelandet. Benjamin Kessler (beruflich nach Bonn), Edouard Diouf (beruflich nach Belgien), Michael Klein, Mathias Schmidt-Liebig, Nael Hatahet (alle mit unbekanntem Ziel) haben die Baskets verlassen. Der Syrer Hamza Alshawa, der zuletzt eine Doppellizenz besaß, spielt beim TuS Herrensohr weiter.