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| 20:38 Uhr

Martinsumzug Ludweiler
Der Selbstläufer ist plötzlich zum Sorgenkind geworden

Ludweiler. Ludweilers Ortsrat diskutierte über den Martinsumzug im Stadtteil. Der braucht neue Organisatoren. Denn der einstige Trägerverein hat sich aufgelöst. Von Andreas Lang

Der Ludweiler Martinsumzug, bisher über Jahrzehnte ein Selbstläufer, war schon Monate vor seiner Neuauflage Thema im Ortsrat um Ortsvorsteher Andreas Willems (SPD). Denn der Selbstläufer ist zum Sorgenkind geworden – weil es den katholischen Männerverein (KMV), der sich bisher um die Brauchtumspflege rund um die Mantel teilende Legenden-Gestalt gekümmert hat, nicht mehr gibt – er hat sich übers Jahr aufgelöst.

Martina Scholer, Gemeindereferentin der auch für Ludweiler zuständigen katholischen Pfarrei Heilig Kreuz im Warndt, würdigte in der Ortsratssitzung am Montagabend noch einmal das Wirken des Männervereins. Schon Wochen vor dem Ereignis seien die Vereinsmitglieder durch die Straßen gezogen, um Martinslose zu verkaufen. Mit den Einnahmen wurde unter anderem sichergestellt, dass ein jedes Kind, das am Umzug teilnahm, seine Martinsbrezel gratis bekam. Dafür habe sich auch die Bäckerei Duchene engagiert, die Martinsbrezeln für diesen Zweck zum Sonderpreis verkauft habe.

Meist sei dank des Engagements der katholischen Männer sogar noch ein bisschen Geld übrig geblieben, das unter den kirchlichen Kindergärten aufgeteilt worden sei. Zuletzt seien bereits Messdiener und Firmlinge der Gemeinde zum Martinslosverkauf losgezogen – mit weit weniger Erfolg. Wie Scholer berichtete, seien die Geldsammler oft sogar ziemlich unfreundlich an den Haustüren empfangen worden.

Also sind neue Ansätze gefragt, um den traditionellen Martinsumzug in seiner gewohnten Form zu erhalten. Um Möglichkeiten zu erörtern, hat die Pfarrgemeinde den Ortsrat um Mithilfe gebeten. „Wir könnten ja bei einer Sitzung auf unser Sitzungsgeld verzichten, dann hätten wir das Geld schon fast zusammen“, so der Vorschlag der sozialdemokratischen Fraktionsführerin Silvia Kuhn, die dafür viel Rückhalt der Ratskollegen erfuhr. Eine Dauerlösung solle das aber nicht sein.

Aus den Reihen der Christdemokraten kam der Vorschlag, die Martinslose zukünftig in den Ludweiler Geschäften zu verkaufen. Doch es dreht sich nicht alleine um das Geld und die kostenlosen Martinsbrezeln für die Kinder, wie Bernd Bohner (CDU), Mitglied des aufgelösten Männervereins und  des Organisationskreises für den Martinsumzug, in der Sitzung informierte. Da seien Genehmigungen bei der Stadt einzuholen, Absprachen mit dem Schul-Hausmeister zu machen. Auch müsse geregelt werden, dass am Folgetag die Reste des Martinsfeuers beseitigt werden.

Auch hier gab es erste Lösungsansätze. So bot sich Margot Haselmann (SPD) an, sich um die Genehmigungen bei der Stadt zu kümmern. Auch die übrigen Probleme scheinen lösbar, auch wenn sich die Kommunalpolitiker in der Sache noch einige Male engagieren müssen.