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Der erste Schritt in die richtige Tischtennis-Welt

Der erste Schritt in die richtige Tischtennis-Welt

Tischtennis-Regionalligist TTC Wehrden hat an diesem Samstag um 18 Uhr den VfR Birkmannsweiler zu Gast. Für Neuzugang Ludvik Persolja ist es das erste Heimspiel im TTC-Trikot. Sein Ziel: groß rauskommen.

731 Kilometer liegen zwischen Wehrden und Novo mesto im Südosten Sloweniens. Die Strecke überbrückt Ludvik Persolja seit diesem Sommer alle paar Wochen. "Anfangs ist es schon mühsam. Aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, ist es einfach einer der vielen Wege, die man gehen muss, um sein Ziel zu erreichen", sagt der 20-Jährige. Das Ziel des Neuzugangs von Tischtennis-Regionalligist TTC Wehrden : groß rauskommen. Dafür trainiert er zweimal täglich. "In dem Sport Erfolg zu haben ist sehr schwer", sagt Persolja: "Deswegen habe ich diese Chance gerne genutzt, als sie sich ergeben hat."

Wehrden ist Persoljas erste Station im Ausland. Der Kontakt zum Aufsteiger entstand über Landsmann Bojan Tokic, der für Bundesligist 1. FC Saarbrücken spielt. "Deutschland ist ein sehr starkes Land, viele Spieler aus ganz Europa kommen hierher. Man hat hier eine viel größere Chance, sich zu verbessern", sagt Persolja. Dafür pendelt er zwischen seiner Heimat, wo er Wirtschaft studiert, und dem Saarland. Den TTC-Vorsitzenden Karlheinz Becker freut es: "Ludvik ist ein sehr guter, junger Spieler. Er gehört sicher zu den stärksten drei der gesamten Liga."

Persolja hat eine beeindruckende Karriere hinter sich. Am vergangenen Wochenende gewann er die slowenische Aktiven-Rangliste. Für die Nationalmannschaft hat er sich längst empfohlen. "Es ist ein tolles Gefühl und eine große Ehre, Slowenien in der Welt zu vertreten", sagt der 20-Jährige: "Ich habe bei der letzten Weltmeisterschaft in Tokio und bei zwei Europameisterschaften mitgespielt. Dort habe ich gemerkt, dass ich mit den 100 besten Spielern der Welt mithalten kann."

Im ersten Spiel für den neuen Club stellte Persolja beim 9:1-Sieg gegen den TSV Wendlingen sein Können unter Beweis. Er gewann im Einzel und im Doppel. Mit seiner Leistung war er aber nicht zufrieden: "Ich habe schlecht gespielt. Ich war ein bisschen nervös." An diesem Samstag ab 18 Uhr hat er die Chance auf Besserung. In der Völklinger Bergschule erwartet Wehrden Tabellenführer VfR Birkmannsweiler zum ersten Saisonheimspiel. Eine schwere Aufgabe - wie der Rest der Saison, findet Becker: "Unser Ziel ist einzig und allein, irgendwie den Klassenverbleib zu schaffen. Das wird ein harter Kampf."

Für Persolja soll dieser Kampf der Anfang einer internationalen Karriere sein. "Ich denke, Wehrden ist mein erster Schritt in die richtige Tischtennis-Welt", sagt er: "Hier stehe ich unter Druck, was eine gute Erfahrung für die Zukunft sein kann. Ich freue mich darauf."