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Denkmal-Sanierung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte schreitet voran

Denkmalsanierung im Weltkulturerbe : Trockengasreinigung bald zugänglich in Völklinger Hütte

Beim jüngsten Sanierungsprojekt im Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist die erste Etappe geschafft: In der Trockengasreinigung (TGR) 2 sind die Bauleute fertig. An den Schwester-Anlagen Nummer 1 und 3 haben sie noch zu tun, beide sind noch eingerüstet.

Die TGRs waren über Jahre Sorgenkinder der Denkmalpflege, sie galten als mehr oder minder unsanierbar. 2016 haben nun aber die 14 bis 15 Millionen Euro teuren Arbeiten begonnen. Dabei müssen die Gebäude auch gründlich von Schadstoffen befreit werden. Nach Auskunft von Weltkulturerbe-Generaldirektor Meinrad Grewenig zählen sie zu den am stärksten kontaminierten Bereichen der Alten Hütte. Das erklärt sich aus ihrer früheren Funktion: Aus dem so genannten Gichtgas filterten sie den giftigen Staub aus, den es im Hochofenprozess aufgenommen hatte, damit man es für den Maschinen-Betrieb nutzen konnte.

Die sanierte TGR 2 soll im Rahmen von Führungen schon in diesem Jahr zu besichtigen sein. Derzeit, so Grewenig, arbeite man an einem Besucher-Konzept, damit Hütten-Gäste sie ab 2020 auch auf eigene Faust erkunden können.