| 20:36 Uhr

Völklingen und Köllerbach scheitern in den Endspielen
Den Sieg vor Augen und doch verloren

Jan Issa von Röchling Völklingen (rechts) trifft im Endspiel des Turniers in Saarlouis. Es half nichts. Der Außenseiter FC Rastpfuhl gewann die Partie mit 4:3.
Jan Issa von Röchling Völklingen (rechts) trifft im Endspiel des Turniers in Saarlouis. Es half nichts. Der Außenseiter FC Rastpfuhl gewann die Partie mit 4:3. FOTO: Ruppenthal
Zum Start der Qualifikationsserie zum Hallenmasters sind Röchling Völklingen und die SF Köllerbach jeweils bis ins Finale vorgedrungen. Doch sowohl der Regionalligist als auch der Saarlandligist kassierten dann knappe Niederlagen.

Turnier der SG Saarlouis-Beaumarais


Es lief die letzte Minute im Endspiel des Ruhland-Kallenborn-Cups der SG Saarlouis-Beaumarais. Das Qualifikationsturnier zum Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes hatte 53 Wertungspunkte. Zwischen Regionalligist Röchling Völklingen und Verbandsligist FC Rastpfuhl stand es 3:3, als der Außenseiter einen Angriff startete. Calogero Raia wurde freigespielt. Er nahm den Ball an und legte zu Nikita Dukvin quer - und dieser beförderte die Kugel mit einem harten Schuss an drei auf der Linie stehenden Röchling-Spielern zum 4:3 für Rastpfuhl ins Netz.

„Für uns war das ein richtig guter Start in die Qualifikations-Serie“, lobt Christian Puff. Er ist mit Mirza Mehmedovic Spielertrainer in Rastpfuhl. In den beiden vergangenen Jahren scheiterten die Saarbrücker jeweils knapp an der Masters-Qualifikation – das soll jetzt anders werden. „Es ist ein Traum von uns zum Masters zu fahren. Den wollen wir uns jetzt verwirklichen“, sagt Puff. Bei der ersten Turnier-Teilnahme machte der Verbandsligist schon einen Riesenschritt, um sich diesen Traum zu erfüllen. „Wir sind sehr konzentriert aufgetreten, gerade in den engen Spielen. Ich denke, dass war der Schlüssel zum Erfolg“, erklärt Puff.



Völklingen hatte die Vorrunde mit Spielern aus der zweiten Mannschaft (Bezirksliga) bestritten, da die Regionalliga-Elf am Samstag noch auf dem Feld spielte. Sie unterlag im Liga-Spiel dem 1. FC Saarbrücken mit 0:6. Am Sonntag stießen dann Regionalliga-Akteure wie Jan Issa oder Fabian Scheffer zur Hallenmannschaft hinzu.

Rang drei beim Turnier der SG Saarlouis-Beaumarais ging an die FSG Bous. Das Saarlandliga-Schlusslicht besiegte im kleinen Finale den SV Fraulautern mit 4:1. Das Turnier in der Sporthalle „In den Fliesen“ sahen knapp 700 Zuschauer.

Turnier des SV Landsweiler/Lebach

Der SV Losheim hat den 5. THB-Heizungsbau-Cup des SV Landsweiler/Lebach (52 Wertungspunkte) gewonnen. Der Landesliga-Tabellenführer, der zuletzt 2011 am Masters teilnahm, gewann das Endspiel in der Lebacher Sporthalle gegen Saarlandligist SF Köllerbach. Trotz eines 0:2- und 1:3-Rückstandes siegte Losheim mit 5:4. „Wir freuen uns riesig“, sagt Spielertrainer Nico Lalla: „Köllerbach ist vor dem Finale so dominant aufgetreten, dass ich nicht gedacht hätte, dass wir das Ding gewinnen.“ Vor allem ein Mann drückte dem Köllerbacher Spiel seinen Stempel auf: Meriton Mehmeti wurde mit 16 Treffern Torschützenkönig. Im Finale traf er drei Mal. Dass es dennoch nicht zum Sieg reichte, lag nach Meinung von SF-Spielertrainer Robin Vogtland vor allem dran, dass seine Mannschaft verpasste, den Sack zuzumachen. „Nach dem 2:0 und dem 3:1 waren wir nicht mehr kaltschnäuzig vor dem Tor. Wie in der Liga hat uns da das Killer-Gen gefehlt.“ Bis auf diesen Umstand war er aber zufrieden: „Für uns war das ein gutes Turnier.“

 Die Saarlandliga-Mannschaft der gastgebenden SG Lebach-Landsweiler, deren Turnier 550 Zuschauer sahen, gewann das Spiel um Platz drei mit 8:4 gegen Landesligist SG Körprich-Bilsdorf. Lebach-Landsweiler war in einem Halbfinale mit 1:3 nach Verlängerung an Köllerbach gescheitert. Im zweiten Semifinale hatte Losheim mit 6:3 gegen Körprich-Bilsdorf gewonnen.

Turnier des SV Bübingen

Mit einem Freistoß von der Mittellinie aus sorgte Thorsten Bickelmann für Jubel beim SV Bliesmengen-Bolchen. Er brachte dem Verbandsligisten den Sieg beim Heinen-Cup des SV Bübingen (51 Wertungspunkte). Bickelmanns Schuss schlug 38 Sekunden vor Schluss zum 4:3-Siegtreffer im Finale gegen Saar 05 Saarbrücken ein. Saar 05 war für das Turnier mit der Oberliga-Mannschaft gemeldet, trat aber mit Akteuren aus dem Landesliga-Kader an.

Enttäuschte Gesichter gab es beim gastgebenden SV Bübingen, dessen Turnier 780 Zuschauer sahen. Der Saarlandligist schaffte nicht den Sprung aufs Siegertreppchen. Die Mannschaft von Trainer Martin Peter verlor im Viertelfinale mit 3:4 gegen Bezirksliga-Aufsteiger FC St. Arnual. „Bei allem Respekt vor St. Arnual - was wir da geleistet haben war eine Vollkatastrophe“, ärgert sich Bübingens Spielausschuss-Vorsitzender Lars Breyer: „Wir wollten um die Masters-Qualifikation mitspielen. Da wir schon Punkte verschenkt haben, wird das wohl sehr schwer.“ Mit dem SC Halberg Brebach (2:4 gegen Ligakonkurrent SV Auersmacher) scheiterte ein weiterer Saarlandligist in der Runde der letzten Acht. St. Arnual hatte nach dem Viertelfinal-Coup gegen Bübingen übrigens sein Pulver verschossen. Im Halbfinale unterlag der FC dem SV Bliesmengen-Bolchen mit 0:5. Im Spiel um Platz drei gab‘s eine 0:13-Klatsche gegen Auersmacher.

Turnier des SV Merchweiler

Mit einer Überraschung endete das erstmals ausgerichtete Masters-Turnier des SV Merchweiler (41 Wertungspunkte). Im Finale in der Allenfeldhalle fegte Hellas Bildstock, Tabellenführer der Landesliga Ost,  den Saarlandligisten Borussia Neunkirchen mit 5:0 vom Feld. „Für mich kam der Erfolg in dieser Höhe überraschend, aber nicht die Tatsache, dass wir gegen die Borussia gewonnen haben. Denn wir haben durchweg richtig gute Hallenkicker“, sagt Hellas-Trainer Michel Cimini. Zu denen zählt Julian Kriesch: Der 21-Jährige erzielte im Finale das spektakulärste Tor für seine Mannschaft. Er traf per Fallrückzieher zum 4:0. Bildstock spielt noch acht Turniere – mit dem Ziel, vielleicht einmal beim Masters dabei zu sein. „Für uns wäre das ein Traum. Ich traue den Jungs die Qualifikation zu. Deshalb haben wir so viele Turniere gemeldet“, erklärt Cimini.

 Rang drei ging an Verbandsligist SG Schiffweiler-Landsweiler/Reden, der im kleinen Finale gegen Nord-Landesligist SV Wustweiler mit 3:2 gewann. Für den gastgebenden Verbandsligisten SV Merchweiler war in der Zwischenrunde Schluss. Saarlandligist SC Friedrichsthal trat zu dem Turnier, das knapp 550 Zuschauer sahen, nicht an, wodurch sich die Wertigkeit von 45 auf 41 Wertungspunkte reduzierte.

Turnier des SV St. Ingbert

In einem packenden Finale hat sich Saarlandligist SV Elversberg II den Sieg beim Peugeot-Rubeck-Cup des SV St. Ingbert in der Ingobertushalle (48 Wertungspunkte) gesichert. Die Reserve des Regionalligisten bezwang im Endspiel den Ligakonkurrenten Spvgg. Quierschied mit 5:4. Elversberg II lag dabei fast immer in Führung. Quierschied konnte aber immer wieder verkürzen, so dass es bis zum Ende spannend blieb.

Ebenfalls mit 5:4 bezwang der gastgebende Landesligist SV St. Ingbert im Spiel um Platz drei Verbandsligist SV Rohrbach. Die Gastgeber hatten im Halbfinale Pech gehabt. Der Außenseiter musste sich Quierschied erst im Siebenmeterschießen mit 6:8 geschlagen geben.

Das Turnier in St. Ingbert sahen knapp 500 Zuschauer. „Das waren deutlich mehr als im letzten Jahr“, freute sich der SV-Vorsitzende Michael Graf.

Und auf geht’s zur La-Ola-Welle mit den Fans: Der Landesliga-Spitzenreiter Hellas Bildstock gewann das Turnier in Merchweiler durch einen 5:0-Sieg im Finale gegen Oberliga-Absteiger Borussia Neunkirchen.
Und auf geht’s zur La-Ola-Welle mit den Fans: Der Landesliga-Spitzenreiter Hellas Bildstock gewann das Turnier in Merchweiler durch einen 5:0-Sieg im Finale gegen Oberliga-Absteiger Borussia Neunkirchen. FOTO: Peter Franz
Nicola Lalla vom SV Losheim (rechts) läuft an Jerry Laloe von den SF Köllerbach vorbei. Die Köllerbacher führten im Finale des Turniers in Lebach mit 2:0 und 3:1, verloren das Spiel gegen Losheim aber noch mit 4:5.
Nicola Lalla vom SV Losheim (rechts) läuft an Jerry Laloe von den SF Köllerbach vorbei. Die Köllerbacher führten im Finale des Turniers in Lebach mit 2:0 und 3:1, verloren das Spiel gegen Losheim aber noch mit 4:5. FOTO: Kerosino / Achim Thiel