Das "wasserdichte" Christkind

Zum wiederholten Male regnete es bei der Eröffnung des Völklinger Weihnachtsmarkts gestern Nachmittag. Trotzdem fanden sich viele Besucher, mit Schirmen bewaffnet, rund um die Eligiuskirche ein.

Völklingen. Zur Eröffnung des Völklinger Weihnachtsmarkts gestern Nachmittag mussten die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes "wasserdicht" sein, wie es Hans Agostini in seiner Rede formulierte. Der Vorsitzende des Wirtschaftskreises begrüßte die Gäste und die Vertreter des Stadtrates, dankte für die gute Vorbereitung des Marktes und hoffte, "dass der Herrgott den Wasserhahn wieder zudreht". Davor hatten sich schon die ersten Besucher auf dem Festgelände versammelt, um mit gezückten Schirmen oder aufgesetzten Kapuzen Advents- und Weihnachtslieder zu Gitarrenmusik von den Schülern der Erweiterten Realschule (ERS) am Sonnenhügel zu hören. Bei den Klängen von "Last Christmas" und "Feliz Navidad" füllte sich langsam der Platz, trotz Regen und Wind, der manchen Schirm davonblies oder umkrempelte. Auch Bürgermeister Klaus Lorig sagte in seiner Eröffnungsrede, er hoffe, dass den Besuchern der Regen nichts ausmache. Und dann ließ er das "wasserdichte" Völklinger Christkind und seine Engel, wie immer mit beeindruckenden Frisuren, den Weihnachtsmarkt offiziell eröffnen. Danach machten die "Singenden, klingenden Weihnachtskekse" aus Lauterbach mit deutschen und französischen Liedern Stimmung und sangen "Bis Weihnachten ist es nicht mehr weit". "Ich hätte lieber Schnee gehabt", sagte Ilse Schmitt, eine Besucherin, die jedes Jahr zum Weihnachtsmarkt kommt. "Aber das Wetter kann man leider nicht ändern." Der Markt sei schon voriges Jahr sehr schön gewesen, und auch dieses Jahr habe man sich viel Mühe mit den Häuschen gegeben, so Schmitt. Über 40 Holzhütten mit grünen Dächern sind rund um die Eligiuskirche aufgebaut, mit Tannenzweigen und Lichterketten geschmückt. Angeboten werden Weihnachtsschmuck- und Kränze, Nikoläuse, Schneemänner, Engel, Sterne und Tiere aus Holz und anderen Materialien, Kerzen, Schmuck, Glasarbeiten und Laternen, aber auch Marmelade, Honig, Nüsse, Schnäpse und jede Menge Plätzchen. Je nach Geschmack kann man sich mit Currywurst, Wurstbrot, Crêpe oder türkischen Spezialitäten und natürlich Glühwein stärken. Auch Vereine wie der Männergesangverein Ludweiler und der Tauchverein sind präsent. "Es ist wenig los, das Wetter hält die Leute ab. Aber sie geben auch weniger aus", meinte eine Mitarbeiterin der Naturfreunde, die an einem Stand Crêpes und Glühwein anbieten. Nach musikalischen Beiträgen der ERS Hermann-Neuberger-Schule und des evangelischen Posaunenchors fand ein Adventskonzert in der Eligiuskirche statt. Zum Ausklang konnte man sich zur After-Christmas-Party mit Hüttensound ins Café8Bar begeben.

Auf einen BlickFreitag, 5. Dezember: 11 Uhr: Öffnung der Stände. 12 Uhr: Schulgottesdienst, mitgestaltet durch die Erweiterte Realschule (ERS) am Sonnenhügel (St.-Eligius-Kirche). Ab 15 Uhr Christkindls Bastelstube. 15 bis 20 Uhr: Ponyreiten für Kinder. 15.30 bis 19 Uhr: Kutschenfahrten. 16 bis 18 Uhr: Besichtigung des Kirchturms der St.-Eligius-Kirche (Führungen finden alle 30 Minuten statt, Treffpunkt ist in der Kirche). 16 Uhr: Streicherprojekt der Schlossparkschule Geislautern unter der Leitung von Bernhard Hayo (St.-Eligius-Kirche). 16 bis 19 Uhr: "Märchenbus": Gernot Richter liest Märchen und weihnachtliche Geschichten vor (Bus auf dem Adolph-Kolping-Platz). 17 bis 17.30 Uhr: Feuer-Show. 17.30 bis 19 Uhr: Fantasy-Brass-Band. 20 Uhr: Weihnachtsparty mit Remax (Bühne Pfarrgarten). Ab 20 Uhr: After-Christmas-Party mit "Hüttensound". red