Da gibt's Unterricht zum Anfassen

Heidstock. "Früher haben die Kinder viel mehr draußen gespielt, mit Wasser, Holz, Sand oder Metall

Heidstock. "Früher haben die Kinder viel mehr draußen gespielt, mit Wasser, Holz, Sand oder Metall. Heute herrscht die visuelle Berieselung vor, und die Kinder machen kaum mehr eigene Erfahrungen mit Experimenten und mit Entdecken", stellte die Leiterin der Grundschule Heidstock-Luisenthal, Heike Schmidt-Petersohn, bei der Eröffnung der Miniphänomenta in der vollbesetzten Mehrzweckhalle fest. Dem will die Heidstocker Grundschule entgegentreten. Der Unterricht soll durch Experimentierstationen ergänzt werden, die es den Kindern ermöglichen sollen, mit den eigenen Sinnen Phänomene aus Natur und Technik zu begreifen. An 25 Stationen haben die Kinder Gelegenheit, zu handeln und völlig neue Erfahrungen zu sammeln. Die Grundschüler nehmen begeistert die Gelegenheit wahr, auch in den Pausen auf Forschungsreise zu gehen und zu experimentieren. Eltern haben sich bereit erklärt, die Kinder zu beaufsichtigen. Schon in der Mehrzweckhalle führten die Kinder Versuche vor, die manchmal anders funktionierten oder auch gar nicht, wie dies in der Generalprobe geübt wurde. So entschwand ein Ei nach Wärmebehandlung viel früher in der Flasche als vorgesehen, und die mit Cola gefüllten und verschlossenen Röhrchen wollten einfach nicht explodieren. Dafür musizierten mehrere Schüler erfolgreich mit halb mit Wasser gefüllten Gläsern. Begeistert waren Eltern, Kinder und auch Kollegen weiterführender Schulen. "Das ist Unterricht zum Anfassen", stellte auch Oberbürgermeister Klaus Lorig fest. Die Experimentierstationen sollen in den kommenden Monaten an der Schule von den Kindern nachgebaut werden. Die Miniphänomenta ist ein Projekt der Universität Flensburg, das vom Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes unterstützt wird. hla

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