| 20:43 Uhr

Im Völklinger Pfarrgarten
Band und Publikum in Party-Laune

Die Partyband Cräm Fresch ließ das Publikum im Pfarrgarten tanzen.
Die Partyband Cräm Fresch ließ das Publikum im Pfarrgarten tanzen. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Still sitzen galt nicht am Donnerstag im merklich abgekühlten Pfarrgarten. Die Band Cräm Fresch brachte das Publikum in Bewegung mit einem bunten Party-Potpourri. Von Andreas Lang

Einen Vorgeschmack darauf, was demnächst auf zahllosen Oktoberfesten der Region abgeht, hatten die Völklinger City-Open-Airs im dieses Mal zeitweise verregneten Pfarrgarten bereits Mitte August zu bieten. „Let me entertain you“, schmetterte Sängerin Jenny Rüber zusammen mit der Partyband Cräm Fresch bereits um kurz nach halb acht. Um dann sofort etwas für die Freiluftkonzerte im Pfarrgarten Außergewöhnliches zu starten. Jenny: „Wenn unser Gitarrist Sebi mir auf die Pelle rückt, dann will er nur eins: Schunkeln.“ Also auf geht’s, die Arme eingehakt: „Der schönste Baum ist der Vogelbaum, der teuerste Wald ist der Rechtsanwalt, der schönste Marsch ist der Mi-leckst-am-Marsch bei der Nacht.“ Lustig, derb, frivol – irgendwo dazwischen.


Im deutlich abgekühlten Pfarrgarten spielen Cräm Fresch im Folgenden so viele Hits wie keine andere Band der laufenden Saison. Leicht zu schaffen bei der Vielzahl von Potpourris, das erste des Abends ist dem Fischer-Borg-Egli-typischen Schlager gewidmet. Übrigens ist es nicht der Musik wegen abgekühlt. Ein kräftiger Guss hat die kaum noch zu ertragenden Temperaturen der vergangenen Tage und Wochen spürbar nach unten korrigiert, zum Glück noch vor 18 Uhr, das City-Open-Air ist somit nicht von einer Absage bedroht. So voll wie zuletzt wird es trotzdem nicht, zu unsicher bleibt die Wetterlage den ganzen Abend. Und tatsächlich kommt noch ein Schauer, wie gewohnt ziehen sich viele Besucher unter die Arkaden zurück. Andere vertrauen darauf, was ihre Smartphones vorhersagen. „Laut Regenradar-App ist das in acht Minuten vorbei“, ist da zu hören – und die Prognose kommt sogar fast genau hin.

Mittendrin bekommt die Band auf der Bühne übrigens Zuwachs. „Tabea“, stellt Sängerin Jenny vor, die Kleine tanzt dort ausgelassen. Und plötzlich tun es ihr etliche nach – nicht nur auf der Bühne, sondern überall auf dem schon wieder abtrocknenden Pfarrgartenpflaster. Nachdem auch die musikalische Rockschiene (ein bisschen lieblos)  bedient ist, geht es thematisch an den Ballermann. „Depp, Depp, Depp, Johnny Depp“, skandieren sie nach Ikke Hüftgold, und ein zünftiges „Scheiß drauf“ muss es auch noch sein. Schließlich ist Malle „nur einmal im Jahr“.



Wirklich? „Nein, war zuletzt im Weltkulturerbe, demnächst dort, dann woanders und bald auf jedem Oktoberfest, wetten?“, meint Ralf Menger. Egal, viele singen mit und klatschen dazu den monoton stampfenden Takt. Das folgende 90er Mix, unter anderem mit „Bailando“, bestimmt das „Cräm-Fresch-Ballett“: die Choreografie irgendwo zwischen griechischem Syrtaki und ungarischem Czardas zu „I will survive“, selbstverständlich in der Version der Hermes Houseband. Noch ein bisschen Neue Deutsche Welle mit Nena irgendwie, irgendwo, irgendwann unterm Sternenhimmel, und ab ins Finale eines Abends, den die Partyband so in Erinnerung behalten wird: „Das war grandios, Völklingen, und das an einem Donnerstagabend.“ Und zum Abschluss noch eine Stimmungshymne. „Hulapalu“, besser bekannt durch seinen Eröffnungsjodler: „Hodi-Hodi-Hodi-Ho-Dijä“.

Die weiteren Konzerte, jeweils Donnerstag, ab 19.30 Uhr: 30. August: Elliot; 6. September, bereits ab 19 Uhr, „Rock hoch drei“, Benefizkonzert der Wirtegemeinschaft mit David and Boogie chillen, Design and Jura, The 60‘s Revival.