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City-Center noch nicht in trockenen Tüchern

City-Center noch nicht in trockenen Tüchern

Völklingen. Seit Anfang Dezember macht es sich auch mit einem Riesen-Transparent am Ex-Kaufhof bemerkbar: Die norddeutsche Investorengesellschaft GWB hat eine bundesweite Vermarktungsoffensive für ihr Projekt City-Center in Völklingen gestartet

Völklingen. Seit Anfang Dezember macht es sich auch mit einem Riesen-Transparent am Ex-Kaufhof bemerkbar: Die norddeutsche Investorengesellschaft GWB hat eine bundesweite Vermarktungsoffensive für ihr Projekt City-Center in Völklingen gestartet. An die 100 Zuhörer waren am Mittwochabend bei einer Informationsveranstaltung im Neuen Rathaus gespannt auf das, was GWB-Chef Norbert Herrmann zu Fortschritten zu sagen hatte.Doch da hielt sich der Manager bedeckt, bat um Verständnis dafür, dass man sich nicht durch vorschnelle Verlautbarungen "das Geschäft verderben" wolle. Er wich auch der Frage aus, in wie weit der für einen Start als notwendig geltende Vermietungs-Anteil von 60 Prozent erreicht sei. Außer dem bereits erworbenen Ex-Kaufhof-Areal benötigt Herrmann für das Projekt weitere Flächen. Hier laufen laut GWB-Chef Gespräche mit den Eigentümern, aber man sei noch nicht bereit, "die Pläne an die Wand zu hängen".Ansonsten bemühte sich Herrmann, Zuversicht zu vermitteln. Mitte des Jahres, sagte der Manager unter wahrnehmbarem Nicken von Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU), werde die baurechtliche Situation geklärt sein. Es sei mit rund anderthalb Jahren "reiner Bautätigkeit" zu rechnen, womit die Eröffnung "im letzten Quartal 2011" anvisiert sei. Wirtschaftliches Ziel beim City-Center ist laut Herrmann, von über 200 Millionen Kaufkraft, die bisher ins Umland abfließen, "einen Jahresumsatz von 30 bis 35 Millionen Euro nach Völklingen zurückzuholen".Derzeit seien "noch eine Menge Probleme zu lösen", bestätigte Lorig auf kritische Fragen aus dem Zuhörerraum. Dazu gehört, dass mit dem Neubau die Alte Schulstraße komplett für den Durchgangsverkehr geschlossen werden soll. Dies brächte eine grundlegende Änderung der Verkehrsführung in der Innenstadt mit sich. Stefan Kreth (Linke), stellvertretender Ortsvorsteher, wandte ein, dass dies wohl einen "zweistelligen Millionenbetrag" kosten werde. Dies wies Lorig als "Spekulation" zurück. Zahlen könne man erst erörtern, wenn das entsprechende Verkehrsgutachten vorliege.Die GWB will im neuen City-Center (rund 9000 Quadratmeter Verkaufsfläche bei rund 12 000 Quadratmetern Gesamtfläche) auf den oberen Ebenen an die 600 Parkplätze einrichten. Sie sollen über eine neu zu schaffende Zufahrt direkt von der Bundesstraße 51, sprich Südtangente, aus erreicht werden. Sorgen von Anliegern aus dem Bereich Alte Schulstraße vor zusätzlichem Lärm wies der GWB-Chef als unbegründet zurück. Der Neubau werde vielmehr für Lärmschutz in Richtung B 51 sorgen. Zweifeln an der Seriosität begegnete Herrmann mit dem Hinweis, dass die GWB bereits "41 Objekte gebaut" habe.< Weiterer Bericht folgt.