CDU Völklingen für Gerätehaus-Neubau auf Gelände der Mühlgewann-Schule

Nach Gespräch mit der Völklinger Feuerwehr : CDU will Gerätehaus auf Schulgelände

Völklinger Ortsverband ist für Neubau. SPD kritisiert, dass CDU nicht sagt, wie das Feuerwehrgebäude finanziert werden soll.

Die CDU Völklingen-Mitte hat sich nach einem Gespräch mit der Feuerwehrführung festgelegt: Die Einsatzkräfte sollen ein neues Gerätehaus auf dem Gelände der Mühlgewannschule in der Innenstadt bekommen. Gleichzeitig spricht sich der CDU-Ortsverband gegen einen Umbau am jetzigen Standort aus. Das erklärt der Ortsverbands-Chef Karsten Vitz, der auch stellvertretender Fraktionschef im Stadtrat ist.

Zu der Diskussion über den Bau einer Grundschule auf dem Gelände meint Vitz: „Die von verschiedenen politischen Vereinigungen angestrebte Wiederbelebung als Schule ist nicht realisierbar: Die Räume sind zu klein, Arbeiten an tragenden Wänden und hohe Sicherheitsanforderungen machen einen Umbau unwirtschaftlich. Damit gibt es für das Gebäude keine alternative Nutzungsidee.“ Der Standort einer ehemaligen Mühle komme wegen der Hanglage nicht in Betracht. Bei einem Umbau am jetzigen Standort sei der Umzug der Feuerwehr in eine Zeltstadt nötig, dies würde einen Millionenbetrag kosten.

Ein Neubau auf dem Mühlgewann-Gelände würde aber rund zehn Millionen Euro kosten. Diesen Betrag nannte die Verwaltung im vergangenen Jahr während einer Ausschuss-Sitzung. SPD-Fraktionschef Erik Kuhn griff am Dienstag den CDU-Ortsverband scharf an, weil er nicht sage, woher das Geld für ein neues Feuerwehrgerätehaus kommen soll. Kuhn betonte, dass in der Innenstadt eine neue Schule gebaut werden müsse. „Wenn wir keinen anderen Standort finden, dann bleibt dafür nur das Mühlgewann-Gelände.“ Ende 2018 hatte der Regionalverband die Schule an die Stadt Völklingen übertragen. Die CDU warnt davor, Feuerwehr und Schüler gegeneinander auszuspielen. „Standortideen für eine wahrscheinlich notwendige neue Grundschule gibt es bereits.“ Oberbürgermeisterin Christiane Blatt (SPD) hatte am 8. Januar in der SZ erklärt, auch andere Schulstandorte als Mühlgewann seien denkbar.