Besuch bei Saarstahl in Völklingen Bundespräsident Steinmeier beeindruckt von „grünem Stahl“ aus dem Saarland

Völklingen · Am Mittwochmorgen lernte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, zusammen mit der Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, bei einem ausgedehnten Rundgang und Gesprächen mit den Arbeitern auch den „Blauen Salon“ kennen – das LD-Stahlwerk von Saarstahl in Völklingen.

 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsidentin Anke Rehlinger in der Stranggussanlage von Saarstahl.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsidentin Anke Rehlinger in der Stranggussanlage von Saarstahl.

Foto: BeckerBredel

Was er darüber hinaus in der anschließenden Gesprächsrunde kennenlernte, war eine gehörige Portion Optimismus. Mit dabei waren junge und ältere Saarstahl-Mitarbeiter, Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Geschäftsführungs-Vorsitzender Dr. Karl-Ulrich Köhler, Montanstiftungs-Vorsitzender Reinhard Störmer, Völklingens Oberbürgermeisterin Christiane Blatt (SPD) und Bürgermeister Christof Sellen.

Und was man zusammenfassend sagen kann: Bei allen Risiken der geplanten Umstrukturierung – zu mit Hilfe von Wasserstoff erzeugtem „grünen Stahl“ – zeigten sich alle recht guter Dinge, dass diese Umstrukturierung auch gelingen werde. Dabei allerdings auch mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es keine andere Chance gebe.

Amtssitz für drei Tage im Saarland - Steinmeier besucht Völklingen
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Amtssitz für drei Tage in Völklingen – Bilder von Steinmeiers drittem Tag im Saarland

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Foto: BeckerBredel

Saarstahl ist größter Lieferant „grüner Eisenbahnschienen“ für die französische Eisenbahn

Ein kleiner Teil der Saarstahl-Produktion ist schon jetzt „grün“ und schon jetzt, so Störmer, sei Saarstahl der größte Lieferant „grüner Eisenbahnschienen“ für die französische Eisenbahn, die nur noch auf diese Weise gefertigte Schienen verbaut. Für Anke Rehlinger ist dieses französische Modell auch ein Beispiel, wie die Politik steuernd eingreifen kann, um den Strukturwandel zu fördern.

Bundespräsident Steinmeier zeigte sich beeindruckt von dem Vorhaben, nannte die Pläne, bis 2027 die Produktion umzustellen, aber auch „ehrgeizig“ – was allen Beteiligten klar ist, aber, so Rehlinger, „der Prozess ist unumkehrbar, und es geht vorwärts“.

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