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Fahndung an der Grenze
Auf der Flucht: Bundespolizei fasst gesuchten Gewalttäter in Ludweiler

Reiche Ausbeute bei Kontrolle entlang der Grenze im Warndt (Symbolbild).
Reiche Ausbeute bei Kontrolle entlang der Grenze im Warndt (Symbolbild). FOTO: Sebastian Gollnow / dpa
Völklingen. Reiche Fahndungsausbeute für die Bundespolizei: Im Warndt gingen ihr mehrere mutmaßliche Straftäter ins Netz. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Während einer Routinekontrolle entlang der deutsch-französischen Grenze bei Ludweiler haben Bundespolizisten gleich vier Franzosen gestellt. Unter ihnen war ein Mann, den die Saarbrücker Staatsanwaltschaft mit Haftbefehl gesucht hatte, wie der Bexbacher Behördensprecher Dieter Schwan meldet. Die Fahndungsausbeute vom Dienstag (19. Dezember 2017) im Detail:



Zu Fuß getürmt

Bei der Kontrolle flog unter anderem ein 52-Jähriger auf, der jetzt für 90 Tage im Ottweiler Knast sitzt. Er war zuvor wegen Körperverletzung aufgeflogen. Er sollte 1900 Euro berappen, um nicht hinter Gitter zu müssen. Die Summe brachte er nicht auf. Als ihn jetzt die Polizisten entdeckten, suchte er das Weite, türmte zu Fuß. Allerdings waren die Fahnder schneller: Kurz vor der Grenze schnappten sie zu. Als sie den Franzosen filzten, entdeckten sie 3,3 Gramm Haschisch. Jetzt muss er sich auch noch wegen Drogenbesitzes verantworten.

Illegaler Waffenbesitz

Wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz wird zudem gegen einen 29 Jahre alten Franzosen ermittelt, der ebenfalls während der Bundespolizei-Aktion aufgegriffen wurde. Er trug ein Messer bei sich, dass er nach ersten Ermittlungsergebnissen hätte nicht besitzen dürfen.

Rauschgift am Steuer

Im Drogenrausch war des Weiteren ein 28-jähriger Autofahrer unterwegs, wie die Ermittler feststellten. Er hat deshalb ebenfalls ein Strafverfahren am Hals.

Drogen dabei

Ein Jugendlicher (17) hatte 3,9 Gramm Marihuana dabei. Die Polizei ermittelt gegen den Franzosen ebenfalls wegen unerlaubten Drogenbesitzes.

Mutmaßlicher Betrüger gefasst

Zu guter Letzt ging ein 27-Jähriger ins Netz. Die Staatsanwaltschaft in Traunstein/Bayern suchte ihn. Dem Franzosen wirft sie Betrug vor.