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Mit Förderung aus dem Leader-Programm der EU
Bürger wollen Lauterbach verschönern

Das Wegekreuz an der Ecke Hauptstraße/Kreuzbergstraße.
Das Wegekreuz an der Ecke Hauptstraße/Kreuzbergstraße. FOTO: Andreas Lang / Picasa
Lauterbach. Lauterbach hat bereits Paradebeispiele wie das Backhaus und den Brunnen am Glashüttenplatz. Das Bürger-Engagement für den Ort soll weitergehen. Von Andreas Lang

Das Backhaus war am Donnerstagabend Veranstaltungsort der Bürgerwerkstatt Lauterbach, die sich Verschönerungen im Ort widmet. Ortsvorsteher Dieter Peters (SPD) nannte das Backhaus in seiner Einleitung als Paradebeispiel für Bürgerprojekte: „Unser Backhaus ist mit ganz viel Bürgerengagement entstanden.“ Auch der Brunnen am Glasbrunnenplatz zeige, dass die Bürger gerne mit anpackten. „Der Brunnen ist im Rahmen eines Leader-Projektes entstanden. Der Wasserzweckverband hat die Sache damals angeschoben.“


Der Projektleiter der Förderregion Warndt-Saargau, Gerhard Fischer, nannte Beispiele,wie er sich vorstellen könne, das Ortsbild schöner zu gestalten. Er begann mit den Ortseingängen, an denen eine Art Tor geschaffen werden soll. So auch am Ortseingang an der Staatsgrenze, wo Fischer am liebsten auch den Schilderwald gelichtet sähe. „Muss da überhaupt ein Eingangssymbol für die Warndt-Region stehen? Schließlich gehört Carling auch zum Warndt“, warf Erik Roskothen ein. Das wird wohl  noch weiter diskutiert werden, da im EU-Leader-Projekt alle Ideen von den Bürgern kommen sollen.

Weniger Schilder wünscht sich Fischer auch am Ortseingang aus Richtung Ludweiler. Eine Torwirkung will Fischer mit jeweils drei Elementen erzielen. An einer Straßenseite soll dann ein Symbol der Region Warndt-Saargau, ein stählernes „W“, stehen. Die Spitzen sind mit blauem, grünem und schwarzem Sicherheitsglas ausgefüllt. Somit seien prägende Merkmale der Region abgedeckt: Stahl, Kohle, Glas und Wald. Zudem stehe das Logo auf einem Sockel aus Sandstein, der ebenfalls typisch für die Region sei. Auf der anderen Straßenseite soll jeweils ein anderes Symbol stehen, etwa ein örtliches Wappen.



Auch einfacher umzusetzende Dinge fanden Anklang in der Versammlung. So soll die Köhlerstraße ein Zusatz-Straßenschild mit dem ursprünglichen Straßennamen bekommen, nämlich „Schnattergasse“. Bis auf eine Kleinigkeit gab es dazu aus der Versammlung keine Einwände: „Wenn es dann richtig geschrieben wird, gerne.“ Es heiße im Dialekt „Schnaddagass“.

Der Glashüttenplatz ist ein Dauerthema in Lauterbach. Fischers Vorschläge zur Verschönerung: Die Trafo-Häuschen mit Kunst gestalten – ähnlich dem Raubvogel am Großrosseler Brückenpfeiler. Die Sammelcontainer für Altglas und Papier würde er gerne hinter Büschen und Hecken verschwinden lassen. Ideen gibt es auch für das Wegekreuz an der Kreuzwaldstraße, wo zunächst aber die Erlaubnis des Grundstückseigentümers einzuholen sei. Das Grundstück beim Kreuz liegt brach. Ein Schild untersagt es ausdrücklich, die Wiese als Hundeklo zu nutzen.

Aufenthaltsqualität an der Einmündung der Straße Auf der Juchhöh will Fischer damit erreichen, dass das Fleckchen in Hanglage eben gestaltet wird. Eine Sitzbank könnte zum Verweilen einladen.

Auch der Glashüttenplatz soll mehr Charme erhalten.
Auch der Glashüttenplatz soll mehr Charme erhalten. FOTO: Andreas Lang / Picasa