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Pink Floyd Project kommt zurück
Bühne frei fürs Rock-Gewitter auf den Spuren von Pink Floyd

Die Musiker boten ein volles Programm in der Schlossparkhalle.
Die Musiker boten ein volles Programm in der Schlossparkhalle. FOTO: BeckerBredel
Geislautern. Wummernde Bässe und bunte Lichtblitze in der Geislauterner Schlossparkhalle.

Nachdem zunächst über Minuten alleine Karl-Heinz Luther mit seinem Keyboard auf der fast dunklen Bühne der Geislauterer Schlossparkhalle mit fast monotonem Spiel mächtig Spannung aufgebaut hat, kündigen tiefe und stahlharte Trommelschläge das anziehende Rockgewitter an.


Das Pink-Floyd-Project ist nämlich wieder in Geislautern, und kurz nach Acht warten am Samstag einige hundert Musikbegeisterte auf das „Psychodeluxe“-Programm. Noch spielen Thomas Luther und Kai Kessler, die die beiden Schießbuden im Projekt in fast perfekter Abstimmung betätigen, diese Paukenschläge im Dunkeln. Und dann geht es los. Bunte Lichtblitze, kristallklarer Gitarrenklang, wummernde Bässe und ein knallharter Rhythmus. Und meist epische Intros, begleitet von den dazu bekannten Film- und Sound-Sequenzen.

So zuerst bei „Shine on you crazy diamond“, und schon die Tatsache, dass das in fünf Teile untergliedert ist, zeigt, dass es sich bei vielen Nummern um ausführlichere Arrangements handelt. Anders als bei ihrer letzten Vorstellung an gleicher Stelle, als sie ihre Darbietung weitestgehend auf die Musik reduziert haben, gibt es zu „Psychodeluxe“ nämlich wieder das volle Programm mit all dem multimedialen Schnickschnack, den Pink Floyd als Vorbild des St. Wendeler Pink-Floyd-Projects  während ihrer Blütezeit wie keine andere Band einsetzte.



Jennifer Mittermüller und Anne Kessler bilden den Begleitchor. Am Bass sorgt Andreas Mittermüller für das notwendige Wummern im Bauch. Sänger Frank Altpeter und der zuletzt zum Projekt gestoßene Uwe Sicks sorgen für den raumfüllenden Gitarrenklang, Karl-Heinz Luther und Gerhard Bleich unterstützen an Keyboard und Saxofon. „Welcome to the machine“ folgt, nach dem gleichen Muster gespielt, ebenso „Coming back to sorrow“ und „Sorrow“.

Nur einmal kommt die Show ins Stocken. Gitarrist Sicks winkt ab, eine Saite ist gerissen. Da kein Ersatzinstrument zur Verfügung steht, muss er eine neue Saite aufspannen. Gleichzeitig präsentiert Schlagzeuger Luther eine Snare-Trommel mit eingerissenem Fell. „Darauf bin ich jetzt nicht vorbereitet“, sagt Sänger Altpeter in der plötzlichen Reparaturpause. „Dieses Jahr spielen wir zum ersten Mal, doch im vergangenen Jahr waren wir viel unterwegs“, weiß er noch zu berichten. Dann nehmen ihm die Bandkollegen die Bürde des freien Moderierens von den Schultern.

Daumen hoch, Instrumente einsatzbereit, weiter in der Show. Fahrt aufnehmen für den nächsten Höhepunkt, der dann auch die geplante Konzertpause einläutet. Die Hymne nämlich, die Pink Floyd ihren größten Hit überhaupt beschert hat. „Another brick in the wall“ mit dem allgemeinen musikalischen Aufschrei gegen das Bildungssystem: „Hey teacher, leave us kids alone“.

„Ich fühle mich heute Abend wieder 20, 30 Jahre jünger“, freut sich Andreas Schmidt in der Pause, denn: „Genau das ist die Musik meiner Jugend.“ Auch Martin Zahnhausen gefällt‘s: „Alles prima wie immer beim Pink-Floyd-Project.“ Und nach der Pause geht es in der gleichen Intensität weiter.  Unter anderem hat die St. Wendler Band nämlich noch „Money“, „Wish you were here“ und „Run like hell“ im Gepäck. Schließlich soll es beim „Psychodeluxe“-Programm an nichts fehlen.