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Bolzplatz-Freunde wollen am kommenden Donnerstag demonstrieren

Bolzplatz-Freunde wollen am kommenden Donnerstag demonstrieren

Für kommenden Donnerstag, 16.30 Uhr, haben Unterstützer eine Demonstration für den Erhalt des Bolzplatzes an der Neuwaldstraße in Fürstenhausen angesagt. Derweil hagelt es Kritik an Oberbürgermeister Klaus Lorig.

Die Diskussion um den Bolzplatz an der Neuwaldstraße in Fürstenhausen verlagert sich vor Ort. Bürger und Politiker, die den Platz erhalten wollen, haben für Donnerstag, 6. Oktober, 16.30 Uhr, eine Demonstration angekündigt. Um 17 Uhr wird es dann eine offizielle Ortsbesichtigung durch den Völklinger Ortsrat geben. Uwe Steffen, Vorsitzender der CDU-Ortsratsfraktion, erklärte dazu, beim Thema Bolzplatz habe "die Verwaltungsspitze einen ganz besonders großen Bock geschossen". In einer Nacht- und Nebelaktion sollten Strukturen für Kinder zerschlagen, abgebaut und weggeschafft werden. Für dieses Foul zeige man jetzt die Rote Karte. Ähnlich äußerte sich gestern die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Gisela Rink , Landtagsabgeordnete aus Fürstenhausen .

Als "geradezu skandalös" bezeichnete Stadtratsmitglied Birgit Schmitt (Linke) den geplanten Rückbau. Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) habe hier eigenmächtig und unter völliger Ausschaltung des Rats und seiner Ausschüsse entschieden, den bereits seit über zehn Jahren existierenden Bolzplatz, der von Kindern gut besucht sei, zu opfern, um der gerichtlichen Auseinandersetzung mit einem einzelnen Anlieger auszuweichen. Dieser habe bereits, als er baute, gewusst, dass sich der Bolzplatz hinter seinem Garten befinde. Die Linken bäten alle Fürstenhausener, mit ihren Kindern zur Demonstration und zur Ortsbesichtigung zu kommen und dem Anlieger sowie Oberbürgermeister Klaus Lorig deutlich zu zeigen, was sie wollen.

Auch die SPD-Fraktion im Völklinger Stadtrat bekennt sich zum Bolzplatz, so Fraktionschef Erik Kuhn. Dagmar Galinowski, SPD-Ratsmitglied aus Fürstenhausen , fügte hinzu: "Der Bolzplatz wird gut genutzt und darf nicht widerstandslos geopfert werden." Am Dienstagabend habe der Oberbürgermeister den Kinder- und Jugendausschuss über den zugesagten Rückbau informiert. Ab November sei eine Vertragsstrafe von 1500 Euro fällig für jeden Monat, den der Platz noch existiere. "Lorig hat eigenmächtig an den Kompetenzen der Räte vorbei entschieden", stellte Kuhn fest. "Für die Strafzahlung sollte er persönlich haften."