Berthold Wirbel schlägt Alarm

Immer wieder sorgten Überschwemmungen am Lauterbach, verbunden mit widerlichen Fäkalien, für Schlagzeilen. CDU-Stadtratsmitglied Berthold Wirbel platzt nun der Kragen, nachdem das Ganze erneut passiert ist.

 „Fäkalienabfall wie Toilettenpapier, Damenbinden und alles andere, was man in die Toiletten geworfen hat“ : So sah es am Sonntag rund um den Lauterbach in Lauterbach aus. Foto: Berthold Wirbel
„Fäkalienabfall wie Toilettenpapier, Damenbinden und alles andere, was man in die Toiletten geworfen hat“ : So sah es am Sonntag rund um den Lauterbach in Lauterbach aus. Foto: Berthold Wirbel Foto: Berthold Wirbel

Lauterbach . Nach einer erneuten Überschwemmung mit der Ausbreitung von Fäkalien am Lauterbach hat CDU-Stadtratsmitglied Berthold Wirbel gestern in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) und Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU ) Protest angemeldet.

Wirbel beschreibt die Situation folgendermaßen: "Am Samstagabend ging innerhalb von zirka 30 Minuten ein Gewitter herunter mit einer Regenmenge von 25 bis 30 Liter auf den Quadratmeter. Dies hatte zur Folge, dass innerhalb kurzer Zeit der Bach in der bebauten Ortslage so anschwoll, dass am so genannten Alten Spitteler Weg in Höhe des Wettbüros in der Hauptstraße ein Rückstau an der Lauterbachbrücke der Stadt Völklingen entstand, so dass die angrenzenden mindestens zehn Grundstücke in einer Tiefe von zirka 20 Meter von der Fäkalienbrühe überschwemmt wurden. Als ich mir die Brühe ansah, roch es übel riechend nach Exkrementen" - wie Wirbel annimmt, "aus den französischen Kanälen und Rückhaltebecken der Gemeinde Carling ".

"Nach dem langsamen Abfließen", so Wirbel weiter, "konnte man das ganze Ausmaß der Schweinerei erkennen, massenweise Fäkalienabfall wie Toilettenpapier, Damenbinden und alles andere, was man in die Toiletten geworfen hat wurde."

Wenn er dies sehe, müsse er sehr an den Ankündigungen eines Einbaues von Rechen zur Rückhaltung von Schwimmstoffen auf französischer Seite zweifeln. Vielmehr gehe er davon aus, dass man die Gunst der Stunde genutzt habe, um nach einer Trockenphase von zirka sechs Wochen die Kanäle und Becken zu reinigen. Für ihn sei eine solche Vorgehensweise ein Affront gegen gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Selbst am Friedrich-Ebert-Platz in Ludweiler seien Ablagerungen an der Böschung zu sehen gewesen.