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Bei der HSG Völklingen musste defensiv unbedingt etwas passieren“

Bei der HSG Völklingen musste defensiv unbedingt etwas passieren“

Am kommenden Sonntag startet Handball-Oberligist HSG Völklingen in die Saison – ohne Toptorschütze Dorian Vallet. „So ein Spieler ist nie zu 100 Prozent ersetzbar“, sagt Trainer Berthold Kreuser, der in der Vorbereitung viel Wert auf Defensivarbeit legte.

Der Handball-Oberligist HSG Völklingen startet am kommenden Sonntag um 17 Uhr mit dem Spiel bei der HSG Kastellaun-Simmern in die Saison - mit einer jungen Mannschaft. Der Altersdurchschnitt liegt bei 23 Jahren. Ausreißer ist Torwart Markus Weber, der mit seinen 38 Jahren den Durchschnitt nach oben treibt - und deshalb als "Papa der Mannschaft" bezeichnet wird. Der Spitzname leite sich nicht allein von Webers Alter ab, erklärt Trainer Berthold Kreuser: "Er ist vor allem für die jungen Spieler und die Neuzugänge ein Ansprechpartner. Unser neuer Torhüter Tobias Kasper beispielsweise wird von ihm eingewiesen und unterstützt."

Kasper ist nicht der einzige Neuzugang. Mit fünf Spielern hat sich die HSG verstärkt, darunter Rückkehrer Niklas Eberhard, der vom TuS Dansenberg zu seinem ehemaligen Jugendverein wechselte. Kreuser sagt: "Er hat über längere Zeit nicht bei uns gespielt, ist und bleibt aber ein Völklinger Jung."

Weniger erfreulich für die Mannschaft ist der Weggang von Toptorschütze Dorian Vallet, der für sein Studium nach Berlin gezogen ist. 135 der 820 HSG-Treffer hat Vallet in der vergangenen Saison erzielt. "So ein Spieler ist nie zu 100 Prozent ersetzbar", sagt Kreuser, der mit seiner Mannschaft in der vergangenen Saison als Aufsteiger Tabellenplatz neun belegt hat - nun lautet das Saisonziel Rang acht.

Mit Vallet hat Völklingen so viele Tore erzielt wie die HF Illtal . Die HSG musste mit 853 aber viel mehr Gegentreffer hinnehmen als der Vizemeister (732). Die Saisonvorbereitung und die Personalplanung waren darauf ausgelegt, in der Abwehr nicht mehr so viel zuzulassen. Die 6-0-Verteidigung funktioniere schon tadellos, die 3-2-1-Variante werde noch einstudiert, erklärt Kreuser und ergänzt: "Defensiv musste unbedingt etwas passieren. Die Offensivabteilung kann es auf Dauer einfach nicht kompensieren, wenn wir hinten wackeln."

Eine harte Probe

Im ersten Spiel der kommenden Saison wird das neue Abwehrsystem auf eine harte Probe gestellt. Gastgeber ist die HSG Kastellaun-Simmern. Die hatte zwar in der Vorsaison Probleme und schloss die Spielzeit nur auf dem 15 Platz ab. Doch nach der Verpflichtung von Trainer Axel Schneider vom TV Bodenheim scheint sich einiges getan zu haben. "Kastellaun-Simmern hat vergangene Runde einen schlechten Lauf gehabt. Diese Saison wird es wesentlich weiter oben mitspielen", prognostiziert Kreuser: "Ich kenne und schätze Axel Schneider und bin mir sicher, dass er mit seinen Spielern etwas auf die Beine stellen wird."

hsgvoelklingen.de