Bau-Auftakt im strömenden Regen

Lange haben Stadtverwaltung und Rat diskutiert, geplant, umgeplant – jetzt hat der Bau begonnen: An der Geislauterner Straße Im Kirchenfeld entsteht für gut 1,5 Millionen Euro ein neues Feuerwehrgerätehaus.

Der symbolische erste Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus des Völklinger Löschbezirks Geislautern im Kirchenfeld ging am Dienstagnachmittag schnell vonstatten. Weder Oberbürgermeister Klaus Lorig noch seine Helfer aus Stadtrat und städtischem Grundstücks- und Gebäudemanagement (GGM) hatten Lust, länger als nötig im andauernden Regen zu stehen. So gab es die Reden zum Akt im alten Feuerwehrgerätehaus.

Wie Lorig erklärte, werde mit dem Neubau ein Missstand beseitigt, der nicht mehr tragbar gewesen sei. Es entstehe ein Neubau, der den künftigen Aufgaben der städtischen Feuerwehr in vollem Umfang gerecht werde. Im Brandschutzbedarfsplan der Stadt ist die Notwendigkeit des Neubaus schon vor acht Jahren festgeschrieben worden: "Auf Grund der Enge besteht in den Fahrzeughallen erhebliche Unfallgefahr und damit dringender Handlungsbedarf. Ein Erweiterungsbau sollte mindestens normgerechte Stellplätze für zwei Großfahrzeuge, getrennte Sanitär- und Umkleideräume sowie eine kleine Einsatzzentrale für Führungsaufgaben bei Unwetter- und Hochwassereinsätzen erhalten", heißt es dort.

Das neue Feuerwehrgerätehaus besteht aus einem zweigeschossigen Funktionsteil und einer eingeschossigen Fahrzeughalle. Büro, Sanitär- und Umkleideräume werden sich unter anderem im Erdgeschoss befinden. Im Obergeschoss werden die Schulungsräume für den Löschbezirk und die Jugendfeuerwehr untergebracht. Wehrführer Herbert Broy dankte den Vertretern von Politik und Verwaltung für ihre Zustimmung bei diesem Projekt. Eine Investition in die Freiwillige Feuerwehr zahle sich letztlich immer aus: "Mit guter Ausrüstung und moderner Technik können wir junge Leute für die Feuerwehr begeistern."

In zwei Jahren soll das neue Feuerwehrgebäude eingeweiht werden. Diese Frist nannten sowohl Lorig als auch Bauleiter Torsten Coenen realistisch.

Zum Thema:

RückschauDie Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus hat etwas gedauert. Im April 2011 gab Wehrführer Herbert Broy schriftlich ein Votum für das 2131 Quadratmeter große Grundstück des ehemaligen Volkshauses ab. Im Mai 2014 erweiterte Broy das Raumprogramm. Im Wirtschaftsplan des städtischen Grundstücks- und Gebäudemanagements (GGM) für 2014 hat der Werkausschuss des Stadtrates eine Million Euro , für 2015 eine halbe Million Euro eingestellt. Fürs Herrichten des Grundstücks waren weitere 150 000 Euro kalkuliert. Im April 2015 beschloss der Rat, die Pläne umzusetzen; dann wurden die Bau-Leistungen ausgeschrieben. Der Zuschlag ging am 21. Januar an die Völklinger Firma Nunzio Bau. Bei einer Bauvorbesprechung am 3. Februar, also erst nach der Auftragsvergabe, wünschte sich die Feuerwehr Änderungen. Das GGM plante um, der Ratsausschuss stimmte Mitte März zu. Geschätzte Mehrkosten: rund 15 000 Euro , die nach GGM-Angaben aber aufgefangen werden durch gute Ausschreibungsergebnisse. al/ red