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Gelbe Tonne statt Gelber Sack
Endlich kein Flugmüll mehr

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Mülltrennung ist nützlich, keine Frage. Der Gelbe Sack allerdings ist ein Dauer-Ärgernis. Gut, dass seine Zeit zu Ende geht. Von Doris Döpke

Blau fürs Altpapier. Grün für Biomüll. Grau für Restmüll. Und nun auch noch Gelb für Milch- und Saftschachteln, Joghurtbecher, Folien, Konservendosen etcetera – vor Völklinger Haustüren gibt’s vom Januar 2021 an eine stattliche  Mülltonnenparade – schön geht anders. Dennoch, der Beschluss, den die Verbandversammlung des Entsorgungszweckverbandes Völklingen (EZV) jetzt einstimmig gefasst hat, ist gut und richtig. Denn er macht endlich Schluss mit hässlichen Dingen, die einen mitunter am Nutzen des Abfall-Trennens zweifeln ließen.


Krähen, Ratten, Füchse haben künftig das Nachsehen:  Tonnendeckel zu lüpfen, ist für Tiere viel schwerer als ein Biss oder Schnabelhieb in dünnes Sack-Plastik. Flugmüll aus zerrissenen Plastiktüten wird Vergangenheit sein. Allein das ist es schon wert, sich mit der Tonnenparade zu arrangieren.

Wobei, wie immer, der Teufel im Detail steckt. Wie viel Gelbtonnen-Volumen braucht und bekommt jeder Haushalt? Wohin mit Recycling-Müll, der nicht mehr in die Tonne passt? Wie oft kommen die Abholer? Zum Glück ist bis zum Systemwechsel noch Zeit, solche praktischen Fragen zu lösen. Und um – ganz wichtig – die Bürger über die Neuerung ausführlich ins Bild zu setzen.