Auf Umwegen zum Kreativ-Beruf

Als Landesbeste hat Saskia Hofmann aus Völklingen ihre Ausbildung zur Mediengestalterin absolviert. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ehrte die junge Frau persönlich.

Auf die Prüfung, die sie im vorigen Winter abgelegt hat, kann Saskia Hofmann stolz sein: Als "Mediengestalterin Digital und Print in der Fachrichtung der Konzeption und Visualisierung" wurde sie Landesbeste.

In ihrer Freizeit ist die 25-Jährige sehr naturverbunden: "Seit etwa drei bis vier Jahren wandere ich liebend gerne oder mache Trekking-Touren. Wenn nicht im Urlaub, dann am Wochenende in der Nähe, zum Beispiel den Premiumwanderweg im Warndt." Ihr schwierigster Ausflug war in Nordnorwegen. Dort wanderte sie viele kleine, miteinander verbundene Wege entlang und kam an ihre Grenzen. Es war ihr schwierigster und zugleich schönster Wandermoment. Wenn sie davon erzählt, kommt sie heute noch ins Schwärmen.

Zu ihrem jetzigen Beruf war es ein holpriger Weg. Nach ihrem Abitur am Warndtgymnasium in Geislautern zog sie nach Hessen, um Pharmazie zu studieren. "Das Studienfach war nicht schlecht und sehr interessant. Aber als ich berufsspezifische Praktika ableisten musste und bemerkte, dass der Beruf nicht das ist, was ich mir vorgestellt habe, brach ich das Studium ab und zog wieder ins Saarland", sagt Hofmann.

Schließlich entschied sie sich für den kreativen Bereich, recherchierte verschiedene Angebote und fand sofort Gefallen an der Beschreibung der Mediengestalter. 2013 begann sie ihre Ausbildung bei der "anidesk"-Agentur von Heiko Kost und Michael Fuchs GbR in Saarbrücken; dort zählen Bilderbearbeitung, Webseitenpflege und Layout-Entwürfe zu ihren Hauptaufgaben. Wegen ihres Abiturs stieg Hofmann später in die eigentlich dreijährige Ausbildung ein und schloss diese früher ab, nach nur einem Jahr und zehn Monaten. "Für die Prüfung habe ich nur die Theorie gelernt. Die praktische Prüfung habe ich auf mich zukommen lassen", erzählt sie.

Trotz ihrer guten Ergebnisse hätte sie nie damit gerechnet, als Landesbeste von der Industrie- und Handelskammer ausgezeichnet zu werden: "Ich wollte meine Ausbildung gut abschließen, habe aber nicht darauf hingearbeitet, Beste zu werden." Nach ihrem Abschluss wurde sie zunächst übernommen und arbeitet jetzt bei der Ropimex R. Opel GmbH in Neunkirchen. Um ihren Beruf, in dem sie gerne bleiben möchte, weiter auszubauen, macht sie im nächsten Jahr eine Programmierungs-Weiterbildung.