Auf ins Reformhaus!

Am Wochenende werden die Verkaufszahlen für Baldrian und Klopapier exorbitant steigen. Der letzte Spieltag in den Fußball-Ligen steht an - und jetzt entscheidet es sich, wer aufsteigen darf oder absteigen muss.

Jeder, der schon mal als Spieler, Trainer, Funktionär oder Fan in solch einer Situation war, weiß, wie der Körper vor dem Spiel reagiert: Die Hände zittern, der Angstschweiß rinnt, Magen und Darm spielen verrückt. Zittern wird man bei Verbandsligist 1. FC Riegelsberg. Der FC kann am Sonntag beim Tabellenvorletzten FC Rastpfuhl Meister werden und in die Saarlandliga zurückkehren. Bei einem Sieg darf Riegelsberg die Sektkorken knallen lassen und im Jubelkonvoi heim fahren. Selbst ein Remis könnte dafür reichen - vorausgesetzt der FC Brotdorf besiegt den Zweiten TuS Herrensohr.

Angstschweiß rinnt beim SV Ludweiler und beim SV Hermann-Röchling-Höhe. Ludweiler ist Drittletzter, Röchling-Höhe Viertletzter in der Landesliga Süd. Wenn alles schlecht läuft, könnte der drittletzte Tabellenplatz zum Abstiegsplatz werden. Ludweiler kann sich mit einem Heimsieg gegen den FC Neuweiler in Sicherheit bringen. Die Hermann-Röchling-Höhe braucht dafür schon einen Heimsieg gegen den Meister SV Auersmacher II.

Und auch beim FC Kutzhof ist die Toilette dauerbesetzt: Der FCK steht auf dem dritten Tabellenrang der Bezirksliga Neunkirchen - einen Punkt hinter dem SC Falscheid. Wenn Falscheid beim SV Stennweiler verliert und Kutzhof beim schon abgestiegenen VfB Hüttigweiler II siegt, steht der FCK in der Aufstiegsrunde zur Landesliga Nord. So, und jetzt auf ins Reformhaus. Sonst sind Tropfen und Klopapier ausverkauft.