Auf die Zeitung ist Verlass

SZ-Redaktionsmitglied Patricia Müller soll einen Umweg fahren.

Habe ich etwas verpasst? Ist die Stadtautobahn denn immer noch dicht? Diesen Eindruck habe ich bekommen, als ich den Kartendienst des marktführenden Suchmaschinenanbieters im Internet befragt habe.
Da suche ich also eine Route nach Altenkessel, zu einer Straße, in der ich zuvor noch nicht war. Seltsamerweise navigiert mich das Programm aber an der Autobahnauffahrt, die ich üblicherweise benutze, vorbei. Durch die Stadt soll ich nun gurken. Vorbei an der Johanneskirche, entlang der Saarbahngleise, den Bahnhof rechts liegen lassen, mitten durch den dicksten Stadtverkehr . Erst an der Westspange kann ich laut dem Dienst auf die Autobahn auffahren. Zum Glück lässt sich die Karte aber ja manuell anpassen. Ich klicke und ziehe die vorgeschlagene Strecke mit gedrückter linker Maustaste auf die Autobahnauffahrt. Flutsch. Aber was ist das? Jetzt soll ich über Alt-Saarbrücken fahren, am Schloss vorbei und erst die Auffahrt an der Malstatter Brücke benutzen. Der Kartendienst ist datentechnisch offenbar nicht auf dem neuesten Stand. Ein Test bestätigt meine Vermutung: Ich gebe eine erneute Suche ein mit Abfahrtspunkt außerhalb der Stadt. Und tatsächlich: Zwischen Bismarck- und Westspangenbrücke lässt der Dienst keine Autos durch. Dabei dachte ich, dass sich Informationen über das Internet rasend schnell verbreiten. Ich hingegen liefere hiermit einen Beweis: Die Tageszeitung informiert manchmal schneller als die neuste Technik.

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