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Auf den Spuren Eric Claptons

Geislautern. Ganz im Zeichen von Gitarren-Größe Eric Clapton stand ein Konzert in der Geislauterner Schlossparkhalle. Hits hat der Meister reichlich abgeliefert. Und so hatten die Sieben von Slowhand genug Stoff, um drei Stunden abwechslungsreich zu füllen Andreas Lang

Mit einer ausgedehnten Version von "Sweet Home Chicago" ging am Samstagabend ein toller Musikabend in der Geislauterner Schlossparkhalle zu Ende, der ganz im Zeichen der Gitarren-Größe Eric Clapton stand. Slowhand - wie der Spitzname des weltberühmten Künstlers, der in seinen Soli die Saiten gerne bis zur Belastungsgrenze dehnt - heißt die saarländische Band mit den bekannten Musikern Bernd Wegener am Schlagzeug, Gerhard Hoff an der Gitarre , "Bodo" Wolfgang Bode am Bass und Markus Lauer am Keyboard. Frontman Lukas Schüssler, der ebenfalls meist Gitarre spielt und dazu singt - mit mächtig viel Dreck in der Stimme, den ein Rock- und Bluessänger einfach braucht, und dennoch gefühlvoll - , stammt sogar aus Geislautern . Die Sängerinnen Karin Grün und Caro Fournelle unterstützen das Quintett meist mit Hintergrundgesang, manchmal aber auch mit Soul-geprägten Alleingängen.

Etwa drei Stunden haben die Slowhands gespielt, und das am Stück, ohne Pause, was bei solchen Bands sehr selten ist. Nur zum Unplugged-Teil um die langsame Version von "Leyla" gönnen sie sich wenigstens eine Sitzpause. Auf viel zu kleinen Stühlen, die eigentlich für die Kinder der benachbarten Grundschule gedacht sind.

Hits hat Clapton reichlich abgeliefert. So haben die Sieben genug Material, um die drei Stunden abwechslungsreich zu füllen. Rock gibt es mit "Bad love", Reggae mit "I shot the sheriff", Balladen mit "Tears in heaven". Außerdem allerhand Soli. Im Vorlauf zu "Cocaine" lässt der Neue bei den Slowhands, Keyboarder Markus, die alte Hammond B3 im Leoparden-Look - mit dem klassischen Leslie-Verstärker mit den rotierenden Hörnern - minutenlang jammern, so wie es die Liebhaber dieses Genres mögen.

Gut 300 von ihnen hat diese Ausgabe der Reihe des Geislauterner Vereins Schloss-Kultur übrigens in die Halle gelockt. Und trotz großer Hitze im Saal will kaum jemand eine Minute des fesselnden Konzertes verpassen. Schon alleine wegen der markanten Clapton-Gitarren-Melodien.

Übernächsten Samstag steht bereits die nächste Musiknacht in der Schlossparkhalle auf dem Programm. Dann rockt Dr. Mablues die Halle.