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Auf dem Heidstock ist kaum noch ein Bauplatz frei

Auf dem Heidstock ist kaum noch ein Bauplatz frei

Gleich zwei große Vereine kümmern sich auf dem Heidstock darum, dass der hoch gelegene Völklinger Stadtteil mit spektakulären Veranstaltungen auf sich aufmerksam macht: Die Interessengemeinschaft (IGH) und die Aktionsgemeinschaft Heidstock (AGH)

Gleich zwei große Vereine kümmern sich auf dem Heidstock darum, dass der hoch gelegene Völklinger Stadtteil mit spektakulären Veranstaltungen auf sich aufmerksam macht: Die Interessengemeinschaft (IGH) und die Aktionsgemeinschaft Heidstock (AGH). Da ist zum Beispiel der Schutzengellauf, den die AGH 2008 auf dem Heidstock installiert hat, der aber seit 2009 von der IGH im Alten Wasserwerk am Simschel ausgerichtet wird. Außerdem zeichnet die IGH, mit ihrem Vorsitzenden Torsten Conen an der Spitze, für das Heidstocker Bürgerfest verantwortlich, das vor wenigen Wochen auf dem Platz neben dem Sportplatz gefeiert wurde.Thorsten Hayo ist der Vorsitzende der AGH. Die organisiert Jahr für Jahr einen sehenswerten Christkindlmarkt, der unter anderem mit einer Feuerspuckershow und dem Besuch des Weihnachtsmanns, dem Mix aus Spektakel und vorweihnachtlicher Romantik, seinen ganz eigenen Charakter hat. Außerdem veranstaltet die AGH noch die Heidstocker Faasenacht mit meistens zwei großen Kappensitzungen mit jeweils prominenter Besetzung wie Schorsch Seitz, Elfriede Grimmelwiedisch oder "Fidelius" Christoph Lesch. Und dann gibt es auch noch den Heidstocker Fastnachtsumzug, um den sich ebenfalls die AGH kümmert. Selbstverständlich achten beide veranstaltenden Vereine der Heidstocker Veranstaltungen stets darauf, dass die Kinder gut unterhalten werden. Ansonsten tut sich auch noch der Sportverein hervor, der zahlreiche Jugendliche in Sachen Fußball ausbildet und ihnen Team- und Sportsgeist vermittelt.

Der Heidstock ist einer der jüngsten Stadtteile Völklingens. Das heißt aber nicht, dass das Gebiet keine geschichtliche Bedeutung hätte. So wurden auf dem heutigen Heidstock historische Relikte wie beispielsweise Reste einer alten spätrömischen Fliehburg gefunden. Die Gerhardstraße, heute noch zentrale Achse des Ortes, war ursprünglich eine hochwasserfreie Verbindungsstrecke nach Saarbrücken. Im Jahre 1734 wird zum ersten Mal ein Schulgarten am Anfang der Gerhardstraße "bei dem Heydenstock" erwähnt, also auf einem höher gelegenen Brachland. Allmählich besiedelt aber wurde der Berg erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den Start der Montanindustrie mit Gruben und Hütten. Noch heute erinnern die so genannten Grubenhäuser mit ihren roten Backsteinmauern an jene Zeit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann dann ein regelrechter Bau-Boom auf dem Heidstock. Inzwischen ist hier kaum noch ein Bauplatz frei. Heute wohnen über 4500 Menschen in dem Völklinger Stadtteil.

Auf einen Blick

Auf dem Heidstock leben nach jüngster Zählung 4507 Einwohner, davon 2174 männlich und 2333 weiblich. Der Ausländeranteil ist mit 311 Personen relativ gering. Der Stadtteil verfügt über eine gute Infrastruktur mit einem modernen Sportplatz, einer Mehrzweckhalle, einer Grundschule mit Nachmittagsbetreuung und Spielanlagen auf dem Schulhof. Zudem gibt es Möglichkeiten für kleinere Veranstaltungen wie zum Beispiel die Barbarahütte. Auf dem Heidstock liegt auch ein Berufsbildungszentrum mit mehreren 1000 Schülern. red