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„Zu viel Lärm, zu wenig Parkplätze“
Anwohner lehnen ein kurdisches Kulturzentrum in Völklingen ab

Bürger sehen Rot bei geplantem kurdischen Kulturzentrum (Symbolbild).
Bürger sehen Rot bei geplantem kurdischen Kulturzentrum (Symbolbild). FOTO: A3576 Maurizio Gambarini / dpa
Völklingen. (er) Anwohner rund um das geplante kurdische Kulturzentrum an der Ecke Püttlinger Straße/Schubertstraße in Völklingen sind enttäuscht darüber, bisher keine Resonanz von der Stadtverwaltung erhalten zu haben. Nach Angaben ihres Sprechers Wolfgang Hoffmann hatten sie bereits am 12. Januar ein Protestschreiben, unterzeichnet von 102 Betroffenen, an Oberbürgermeister Klaus Lorig und Bürgermeister Wolfgang Bintz (beide CDU) gerichtet. Nun steht der Punkt am Donnerstag, 25. Januar (17 Uhr, Neues Rathaus, Großer Saal) erneut auf der Tagesordnung des Stadtrates, ohne dass in der Sitzungsvorlage ihre Bedenken aufgeführt worden sind.

Hoffmann teilte nun gestern unserer Zeitung mit, warum die Anwohner ein solches Zentrum in ihrer Nachbarschaft ablehnen. So reichten die Parkflächen für die geplante Nutzung bei weitem nicht aus. Kleinkinder würden durch fahrende und parkende Autos gefährdet. In unmittelbarer Nähe befänden sich zwei Krippen, zwei Kindergärten, zwei Nachmittagsbetreuungen und eine Grundschule. Es gehe auch um das Naherholungsgebiet Bürgerpark. Schon immer werde der Parkraum am Eingang Püttlinger-/Schubertstraße von den Bürgern gerne genutzt, was die Parksituation bei bestehendem Kulturzentrum verschärfen würde. Für die Besucher der Gaststätte Zur Höll stünden keine eigenen Parkflächen zur Verfügung, so dass diese, in der Öffnungszeit von 15 bis sechs Uhr, auf die Sperrflächen und Bürgersteige auswichen. Dies gefährde bereits jetzt die Einsicht von der Schubertstraße in die Püttlinger Straße. Die Adventgemeinde Völklingen halte regelmäßige Gottesdienste mit zirka 50 Personen, die ebenfalls Parkraum beanspruchten.



Die Püttlinger Straße werde bereits durch Rettungsfahrzeuge stark frequentiert. Zusätzlicher Lärm sei dann zu erwarten durch hohe, regelmäßige Besucherzahlen im Zentrum, insbesondere bei Feiern und Festen. Hier könne mit  300 und mehr Personen gerechnet werden. Der Wert der Grundstücke und Immobilien könne sinken und die Attraktivität des geplanten Neubaugebietes leiden. Zudem ergebe sich Konfliktpotenzial beim Aufeinandertreffen von Besuchern der Gaststätte und dieses Kulturzentrums.

„Die Anwohner werden weitere Schritte unternehmen, solch große  Menschenansammlungen in unserem Viertel zu vermeiden“, betont  Wolfgang Hoffmann.