Ansicht vor Rücksicht

SZ-Redakteur Johannes Werres wundert sich beim Einparken.

Meinung:
Ansicht vor Rücksicht

Nicht, dass ich mich an die Gleichgültigkeit der Autofahrer gewöhnt hätte, die den Wagen in einer Reihe parkender Autos garantiert so hinstellen, dass in die Parklücke für zwei eben nur einer reinpasst. Einen Meter vorgezogen, und einer passte noch dahinter. Aber nein. . . Und dann sehe ich vor meinem Fenster eine jüngere Fahrerin, die das offenbar gemerkt hat. Sie steigt aus, schaut sich den Abstand zum nächsten an. Aha! Steigt ein und rangiert. Aber nicht, um Platz zu schaffen. Sondern so, ich fasse es nicht, dass ihr schickes Autochen auch wirklich hübsch genau in der Mitte steht. Erst dann ist sie zufrieden und steigt aus. Anscheinend ist die Ansicht wichtig, nicht die Rücksicht.