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Heiligabend-Aktion
Am Heiligabend soll niemand Not leiden

Wenn sie fertig sind, werden 250 prall gefüllte Taschen den Raum füllen. Am Mittwochvormittag haben sie im Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde St. Eligius gepackt für die Heiligabend-Aktion – von links: Nikolaus Gothier, Carmen Pagano, Doris Maas, Diakon Patrick Winter, Rosemarie Gothier, Uschi Meeth, Manfred Stutz, Ellenruth Krämer und Gabi Treske.
Wenn sie fertig sind, werden 250 prall gefüllte Taschen den Raum füllen. Am Mittwochvormittag haben sie im Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde St. Eligius gepackt für die Heiligabend-Aktion – von links: Nikolaus Gothier, Carmen Pagano, Doris Maas, Diakon Patrick Winter, Rosemarie Gothier, Uschi Meeth, Manfred Stutz, Ellenruth Krämer und Gabi Treske. FOTO: Thomas Seeber
Völklingen. Zum zehnten Mal lädt die Seelsorgegemeinschaft St. Eligius in Völklingen Bedürftige ein zur Heiligabend-Aktion. Am Mittwochmorgen haben Ehrenamtliche Geschenktaschen dafür gepackt. Von Andreas Lang

Der Klassiker unter den Weihnachtsliedern, „Alle Jahre wieder“, gehört nicht zum Repertoire des Kirchenchors, der nebenan für die anstehende Christmette übt. Den Helfern im Team um Rosemarie und Nikolaus Gothier  kommt die beliebte Weise zwischendurch doch schon einmal über die Lippen, während sie im Pfarrhaus routiniert dabei sind,  Lebensmittel in Geschenktüten einzupacken.


Mit denen sollen bei der Heiligabend-Aktion der katholischen Seelsorgegemeinschaft St. Eligius Völklingen – und über das Fest hinaus – Bedürftige bedacht werden. Da schleppen Carmen Pagano, Uschi Pagano und Doris Maas unermüdlich die Waren an den Packtisch, die   Gabi  Treske, Manfred Stutz und Ellenruth Krämer wenig später in die Stofftaschen packen.

Die Zahl der Taschen wird jährlich größer. „250 Erwachsenen-Tüten werden es dieses Mal, dazu dann noch 120 Tüten für Kinder“, berichtet Diakon Patrick Winter. Er hat die Aktion unter dem Motto „Zu Bethlehem geboren“ im fliegenden Wechsel übernommen von Diakon Bernhard Petry, der sie 2008 ins Leben gerufen hat und inzwischen in den Ruhestand gegangen ist.



Einfache Mahlzeiten, Nudeln, Reis, Brotaufstriche: Zutaten, die die anstehenden Feiertage ein bisschen leichter machen, befinden sich jetzt in den Erwachsenen-Tüten, in die Kindertüten kommen Süßigkeiten.  Zutaten, die das Ehepaar Gothier schon seit Wochen in vielen Geschäften der Region besorgt hat. Einkaufsgutscheine im Wert von bis zu 20 Euro würden ebenfalls noch dazu gegeben, wie Diakon Winter sagt.

Bei dieser zehnten Auflage der Heiligabend-Aktion packt das Team um Rosemarie und Nikolaus Gothier zum vierten  Mal im großen Saal des Gemeindehauses statt unten in der Emmaus-Stube. „Es passt hier einfach besser, das hat sich schon bei der Anlieferung der Waren gezeigt“, sagt Rosemarie Gothier, die nach draußen auf die Rollstuhlrampe zeigt.

Am Freitag werden viele Tüten von St. Eligius nach St. Michael gebracht, wo am Sonntag die Heiligabend-Aktion  stattfindet. Dort erwartet Diakon Winter dann rund 140 Gäste: „83 Erwachsene, der Rest sind Kinder.“ Damit sei die Kapazitätsgrenze des Pfarrsaals  St. Michael erreicht. Die übrigen Tüten würden im Nachgang an das Fest vom Gemeindebüro aus an die Bedürftigen verteilt.

Was die erwarteten Helfer am Heiligabend angeht, hofft Winter noch auf einige Freiwillige: „Ein paar Helfer könnten wir schon noch gebrauchen.“ Eigentlich werden das ganze Jahr über Gaben gebraucht, Winter freut sich daher, dass es Spender und Sponsoren gibt.

Das Hilfs-Netzwerk  steht, das Zentrum sind das Pfarrhaus und die Emmaus-Stube von St. Eligius. Winter sagt: „Das ganze Jahr praktizieren wir die offene Pfarrhaustür, helfen mit Lebensmitteln, Kleidern und Rat.“ Doch schränkt er ein: „Eine weitere Tafel sind wir nicht, das können wir auch nicht. Es geht bei uns darum, über die erste Not hinweg zu helfen.“

Wer noch helfen möchte am Heiligabend, wende sich an Diakon Patrick Winter, Telefon (0 68 98) 9 14 68 05. Spendenkonto: IBAN DE25 5905 1090 0380 0045 79,  Stichwort „Heilig-Abend-Aktion“.