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Erstkommunion In Völklingen
44 Kinder erleben ihren großen Tag

In einer Prozession zogen die Kinder mit ihren Kerzen in St. Eligius ein.
In einer Prozession zogen die Kinder mit ihren Kerzen in St. Eligius ein. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. 44 Kinder gingen am Sonntag in der Völklinger Zentralkirche St. Eligius zur Erstkommunion. Anschließend wurde mit den Familien gefeiert. Von Andreas Lang

Minuten lang dauert das Blitzlichtgewitter, nachdem die jungen Leute den Gottesdienst hinter sich gebracht haben. Im Brennpunkt  stehen 44 Jungen und Mädchen aus den Grundschulen Luisenthal/Heidstock und Haydnschule, die am Sonntag hübsch gekleidet zum ersten Mal zur Kommunion gingen. Dieses große Ereignis galt es selbstverständlich für die Ewigkeit festzuhalten – und so hieß es über unendlich währende Minuten: Lächeln, Lächeln, Lächeln. Zuerst für die bestellte Fotografin und die Pressefotografen, dann für die zahllosen Angehörigen und Bekannten, die vom Handy über die Spiegelreflex bis zur Videokamera alles aufgefahren hatten, um das wichtige Ereignis festzuhalten.


Den ganzen Gottesdienst über haben die Erstkommunionkinder im Mittelpunkt gestanden, nachdem sie zunächst geduldig vor dem Pfarrhaus auf ihren großen gemeinsamen Auftritt gewartet hatten. Schon beim feierlichen Einzug gaben sie ein prächtiges Bild ab. Im Gegensatz zu den Proben am vergangenen Donnerstag hatten sie jetzt nämlich alle schicke Anzüge oder elegante Kleidchen an.

Und die Taufkerze hatten sie jetzt dabei. Zunächst noch ohne Flamme. Denn wie zuletzt geübt, mussten dieKerzen an der erst gut eine Woche zuvor gesegneten Osterkerze angezündet werden. Auch die Musik war zu diesem Anlass altersgerecht für die Hauptdarsteller im Grundschulalter. Die Orgel schweigt zu großen Teilen. Statt dessen spielt die Band Michelangelo, die im wesentlichen aus den Musikern der bekannten Rockband Magic besteht, flotte christliche Lieder. Wo es passt, darf es auch mal ein instrumental vorgetragener Hit sein – so etwa Robbie Williams „She‘s the one“. Wo ein junger Chor gebraucht wird, ist die Band Happy Gospels zur Stelle.

Pfarrer Thomas Weber lässt die Kommunionsvorbereitung Revue passieren, interviewt dabei die jungen Leute. Und tatsächlich haben die eine neue Art von Katechese erfahren, denn erstmals lief die gesamte Vorbereitung für alle Teile der Großgemeinde zentral in der Hauptkirche St. Eligius in der Innenstadt. „Der Ausflug ins Püttlinger Kloster war toll“, sagt eine der Erstkommunionsmädchen im Zwiegespräch mit dem Geistlichen. Dort haben sie unter anderem gesehen, wie die Hostien gebacken werden – und kosten durften sie auch schon.

Allerhand Aufgaben haben die Jungs und Mädchen außerdem zu bewältigen: Die einen Kinder lesen die Fürbitten vor, andere dürfen, von den Messdienern geleitet, vor der Wandlung die Gaben zum Altar bringen. Die Wandlung selbst erleben die Erstkommunionkinder stehend vor ihren Bänken. „Nicht an den Bänken anlehnen, das sieht furchtbar aus“, hatte Pfarrer Weber noch am Donnerstag eindringlich gebeten. Klappt vorbildlich. Dann die beiden schwierigsten Momente im ganzen Gottesdienst: Zwei Mal gemeinsam mit dem Pfarrer während der Wandlung abknien – und das zeitgleich. Das „Vater unser“ anschließend mit den entsprechenden Gesten beten, ist dagegen ein Klacks. Das haben sie die letzten Wochen und Monate oft getan, am Donnerstag noch einmal geübt. Nach über einer Stunde dann der Auszug aus dem Kirchenschiff. Dann noch einmal zurück in den Altarraum zum großen Fototermin, dann ist es geschafft.



Den Rest des Tages wird gefeiert – und so manches Erstkommunionkind wurde noch mit einem Abstecher auf die Osterkirmes belohnt.

Sie entzündeten dann mit Unterstützung von Pastor Thomas Weber ihre Kerzen an der brennenden Osterkerze.
Sie entzündeten dann mit Unterstützung von Pastor Thomas Weber ihre Kerzen an der brennenden Osterkerze. FOTO: BeckerBredel
44 Kommunionkinder zogen am Sonntag in feierlicher Prozession in die Völklinger Kirche St. Eligius ein.
44 Kommunionkinder zogen am Sonntag in feierlicher Prozession in die Völklinger Kirche St. Eligius ein. FOTO: BeckerBredel