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Einwände gegen französisches Chemie-Projekt
133 Bürger-Eingaben gegen neue Chemie-Pläne

Völklingen/Großrosseln. Auf der französischen Chemieplattform Carling/ St. Avold ist eine neue Fabrik geplant, die Buttersäure produzieren soll. Dafür läuft – wie mehrfach berichtet – in Frankreich derzeit das Genehmigungsverfahren.

Es umfasst unter anderem eine „enquête publique“, eine öffentliche Anhörung, in der auch deutsche Anrainer Stellung nehmen können.


Wie die Bürgerinitiative (BI) Saubere Luft für die Warndtgemeinden e.V.  jetzt mitgeteilt hat, haben 133 Menschen aus dem deutschen Warndt von diesem Recht Gebrauch gemacht. Sie hatten ihre Einwände an die BI weitergegeben. Und diese habe sie am Freitag, 3. August, persönlich eingereicht bei Julien Jacob, dem Anhörungs-Leiter, in St. Avold, berichtet die  BI. Jacob habe dabei darüber informiert, dass zusätzlich während der vorigen Woche viele Einwände per E-Mail bei ihm angekommen seien. Wegen der großen Zahl von Einwänden müsse er eine Fristverlängerung zur Prüfung  bei der Präfektur beantragen.

Daran sehe man, „dass die saarländische Anrainer-Bevölkerung den weiteren Ausbau der Chemieplattform mehr als kritisch begleitet“, sagt Adriano Pitillo, 1. Vorsitzender der BI, dazu. Besonders Ängste vor noch mehr Chemie-Gestank und Sorgen um die Gesundheit stünden im Vordergrund. 



Von den Beteiligten am Genehmigungsverfahren erwarteten die Bürger, dass ihre Einwände – „anders als in den vergangenen Bürgeranhörungen“ – Beachtung finden. Der geplante Bau der Buttersäurefabrik dürfe nicht einfach durchgewinkt werden, denn „die Belastungen im Warndt sind bereits seit Jahrzehnten für die Anrainer nicht hinnehmbar“. Man hoffe nun, dass das saarländische Umweltministerium wie auch die Stadt Völklingen aktiv ins laufende Verfahren eingreifen.