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Viviana Milioti steht jetzt in "Alice und das Biest" auf der Bühne

Saar-Musikerin Viviana Milioti : Von der Fernsehbühne aufs Musicalparkett

Saar-Musikerin Viviana Milioti war 2017 Star bei der TV-Show „Deutschland sucht den Superstar“. Jetzt spielt sie in Saarbrücken in „Alice und das Biest“.

Sie leiht Hörspielen ihre Stimme, unterrichtet Kinder und übernimmt bald in dem Weihnachts-Musical „Alice und das Biest“ eine der Hauptrollen. Seitdem Viviana Milioti 2017 durch ihre Teilnahme an der TV-Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) bundesweit bekannt wurde und es dort in die Top 20 geschafft hat, ist viel passiert: „DSDS war für mich eine sehr spannende und aufregende Zeit. Es sind alles Erfahrungen, die ich sammeln durfte und aus denen man nur wachsen kann“, blickt sie zurück und ergänzt: „Natürlich war es auch anstrengend, und das Fernsehleben kann schon manchmal nervenaufreibend sein. Jeder möchte nach oben, und dieses Ellenbogen-Geschäft bringt dich manchmal an deine Grenzen.“

Vor allem habe sie gelernt, sich nicht zu verbiegen und sich selbst treu zu bleiben. Auch nach ihrem Ausscheiden ist Milioti mit dem damaligen Gewinner Alphonso Williams in Kontakt geblieben. „Leider ist er in diesem Jahr verstorben, und seinen Wunsch, mit mir gemeinsam ‚My Way‘ zu singen, konnten wir nicht mehr verwirklichen“, bedauert sie. Für die 1996 geborene Saarlouiserin mit italienischen Wurzeln folgten zahlreiche Auftritte und Anfragen von Funk und Fernsehen.

Auch in dem Anti-Rassismus Projekt „Farbenblind”, das 2010 unter der musikalischen Leitung von Frank Nimsgern entstand, ist sie weiter aktiv: „Wir setzen uns noch immer musikalisch gegen jegliche Art der Diskriminierung ein. Aus diesem Projekt heraus übernahm ich die Patenschaft einer Gemeinschaftsschule in Saarlouis.“ Durch „Farbenblind” sei damals auch der Kontakt zu der Sängerin Aino Laos entstanden. Sie hat das Weihnachts-Musical „Alice und das Biest“ geschrieben, das vom 25. bis 29. Dezember unter der Regie von Elmar Ottenthal im „Saarrondo“ in Saarbrücken aufgeführt wird: „Elmar und Aino kamen vor einem Jahr auf mich zu und fragten mich, ob ich Lust hätte, die Rolle der ‚Alice‘ in ihrem Stück zu spielen“, blickt sie zurück. Alice sei ein junges, trotziges, verwöhntes Mädchen. „Im Verlauf des Stückes erlebt sie aufgrund ihrer Erfahrungen eine enorme Entwicklung zur selbstständigen, empathischen jungen Frau“, erklärt Milioti.

„Ich liebe es, mit Sprache und der Stimme zu spielen“, steht für die Saarländerin fest. In dem Kinder-Hörspiel „Hainer – Der kleine Hai” der saarländischen Musiker Eric Philippi und Eike Staab ist sie so als „Neyla“ zu hören Am Sonntag, 22. Dezember, wird das Stück erstmals als Konzert-Musical in der Saarlandhalle Saarbrücken aufgeführt.

„Neben der Musik sind Sprachen meine zweite Leidenschaft“, sagt sie. Deshalb habe sie sich für ein Studium der Romanistik und Anglistik entschieden, in dem sie kürzlich den Bachelor gemacht hat. Durch ihre Tätigkeit als Sängerin und Songschreiberin könne sie beide Leidenschaften gut vereinen: „Ich habe international mit DJs zusammengearbeitet, für die ich Musik und Texte auf Italienisch, Spanisch und Englisch geschrieben habe“, sagt Milioti. Zudem ist sie an diversen Grundschulen als Musikmentorin tätig. „Ich liebe die Arbeit mit Kindern“, betont sie. Für 2020 hat sich die Künstlerin viel vorgenommen: „Aktuell bin ich mit Charlotte und Jürgen Wendling in der Endproduktion einer deutschsprachigen Single, die Anfang 2020 erscheint.“ Zudem stehen eigene Konzerte, untere anderem im Mai im Saarbrücker Passagekino sowie mit Andreas Nagel und Band an. Dazu gehören die Shows „Merci Chérie – Hommage an Udo Jürgens” und „Schöne Schlager” der 50er und 60er Jahre, die ihr viel Spaß machen, wie sie sagt.

Doch zuvor steht die Saarlouiserin zum Jahresende in dem Musical „Alice und das Biest“ auf der Bühne. „Weihnachten ist für mich das Fest der Liebe. Daher ist es für mich wichtig, trotz meiner Termine diese besondere Zeit mit meinen Lieben zu verbringen“, sagt sie. „Ohne die Unterstützung meiner Familie wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.“
www.viviana-milioti.de