Viele Aktionen für mehr Integration in Saarbrücken

Projekt „Patchwork City“ in Saarbrücken : Viele Aktionen für mehr Integration

Stadt Saarbrücken zieht positive Bilanz des Projekts „Patchwork City“. Auszeichnung des Bundesinnenministeriums.

Die Stadt Saarbrücken hat das Projekt „Patchwork City“ abgeschlossen. Rund 1000 Menschen haben sich von 2017 bis 2019 an Veranstaltungen, Workshops und öffentlichkeitswirksamen Aktionen beteiligt. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat „Patchwork City“ mit 100 000 Euro als Pilotprojekt im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik gefördert.

„Für Saarbrücken als moderne, zukunftsorientierte Stadt gehört ein zeitgemäßer Umgang mit Vielfalt und Einwanderung ganz selbstverständlich dazu“, erklärt Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU). „Es ist bemerkenswert, wie viele neue Impulse unsere Stadtverwaltung gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus Saarbrücken gesetzt hat.“

Die Stadtverwaltung habe sich intensiv mit den Veränderungen in Saarbrücken durch Migration und Vielfalt beschäftigt. Dabei hat sie mit Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft, Behörden, Zivilgesellschaft und Kultur zusammengearbeitet. Im Mittelpunkt standen die Stadtviertel, wo besonders viele Einwanderer leben. „Diese sogenannten Ankunftsgebiete übernehmen wichtige Integrationsleistungen, zugleich sind sie auf Unterstützung angewiesen. Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen aus dem Projekt: Die Ankunftsgebiete müssen für alle Menschen, die dort leben, besonders gestärkt und stabilisiert werden.“

2019 lag der Schwerpunkt auf Burbach. Es gab Unterstützung und Fortbildung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen, Schulen und Kitas. Veranstaltungen wie die Kunstaktion „Traumfänger“, die „Parade der Vielfalt“ beim Orientalischen Markt und das „Picknick am laufenden Meter“ haben Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammengeführt.

Zum Abschluss des Projekts hat die Verwaltung eine 32-seitige Broschüre veröffentlicht. Der mit vielen Beispielen und Bildern illustrierte Leitfaden „Ankunftsgebiete stärken“ bündelt die zentralen Erkenntnisse. Er ist in gedruckter Form erhältlich und steht zusätzlich unter www.saarbruecken.de/patchworkcity zum Download bereit.

In dem Leitfaden geben Martina Meyer, Veronika Kabis und Frank Schmitz aus den beteiligten Ämtern der Stadtverwaltung eine praktische Anleitung, wie diese Stadtviertel gestärkt werden können. Sie zeigen, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Akteuren vor Ort sowie Anwohnerinnen und Anwohnern ist. Nur gemeinsam können wichtige Projekte wie die geplante Bildungswerkstatt auf dem Kirchberggelände in Malstatt zustande kommen. Das Autorenteam erklärt außerdem, wie regelmäßige Stadtteilkonferenzen und Gemeinwesenprojekte einen Stadtteil stärken und mit welcher Strategie sich Konflikte verträglich für alle Beteiligten lösen lassen können.

Der Leitfaden ergänzt die Broschüre „Vielfalt ins Gespräch bringen“, in der viele erprobte Dialogformate beschrieben sind. Von April bis Juni 2018 gab es rund fünfzig Veranstaltungen und Aktionen: vom „Teppich der Vielfalt“ über die „Patchwork City“-Hymne bis zu Veranstaltungen zum Zusammenleben der Religionen und Aktionen im öffentlichen Raum. Die Kampagne ist auch in einem Film anschaulich dokumentiert. Das teilt die Stadtpressestelle mit.