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Landgericht Saarbrücken : Verteidiger legt gegen Doppelmord-Urteil Revision ein

Landgericht Saarbrücken : Verteidiger legt gegen Doppelmord-Urteil Revision ein

In einem Doppelmordprozess gegen einen 59-Jährigen in Saarbrücken hat die Verteidigung Revision eingelegt.

Das teilte eine Sprecherin des Landgerichts Saarbrücken am Dienstag auf Anfrage mit. Nun muss der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe die Entscheidung des Gerichts prüfen.

Das Landgericht hatte den deutsch-russischen Angeklagten in der vergangenen Woche wegen zweifachen Mordes und wegen versuchten Mordes in zwei Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt und dabei auch eine besondere Schwere der Schuld festgestellt. Die Kammer war damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Der Verteidiger hatte wegen Totschlags und versuchten Mordes eine Haftstrafe von nicht mehr als zehn Jahren beantragt. Der 59-Jährige hatte gestanden, seinen Sohn (35) und seinen Schwiegersohn (37) bei einer Familienfeier erschossen und seine Ex-Frau (60) und schwangere Tochter (30) durch Schüsse schwer verletzt zu haben.

Nach Ansicht der Richter hatte der Mann Hass-Gefühle gegen seine Familie entwickelt, die sich immer weiter von ihm entzog und seiner Ansicht nach an seinem Dasein als Dialyse-Patient keinen Anteil genommen hatte. Um sich zu rächen, habe der Angeklagte ein Fanal setzen wollen.