Verkehrsverein baut Christkindlmarkt in Saarbrücken auf

Kostenpflichtiger Inhalt: Saarbrücker Christkindlmarkt : Weihnachten diesmal mit Eisbahn

Am 25. November soll der Saarbrücker Christkindlmarkt öffnen. Die Veranstalter setzen auf Altbewährtes und Neues. Neben der Eisbahn soll auch ein Chorbaum kommen. Der Aufbau hat schon begonnen.

Trotz frostiger Temperaturen ging es am Montagmorgen vom St. Johanner Markt durch die Bahnhofstraße bis zur Europagalerie so richtig rund. Der Verkehrsverein Saarbrücken, viele Standbetreiber und Schausteller haben den Aufbau des Saarbrücker Christkindl Marktes gestartet. Am kommenden Montag, 25. November, wird er um 18.30 Uhr offiziell auf dem St. Johanner Markt eröffnet.

Mehrere hunderttausend Besucher werden dann bis zum 23. Dezember in den Genuss einer besonderen Advents- und Vorweihnachtszeit in Saarbrücken kommen. Neu in diesem Jahr ist eine 10 mal 14 Meter große Kunsteisfläche mitten in der Bahnhofstraße. Dort können Kinder bis 15 Jahren für drei Euro zwei Stunden Schlittschuhlaufen. Von 15 bis 21 Uhr steht die Bahn für Einstockschießen zur Verfügung (Infos: www.christkindlmarkt-sb.de).

Auf dem St. Johanner Markt wird es einen großen Chorbaum geben, an dem an den Wochenende Chöre aus dem ganzen Saarland Weihnachtslieder singen. „Das wird dem Markt eine ganz besondere Atmosphäre geben. Wir haben unsere saarländischen Chöre einfach angeschrieben und gefragt, ob sie mitmachen. Die Resonanz war großartig“, sagte Walter Poggenpohl, der Vorsitzende des Verkehrsvereins am Montag bei der offiziellen Programmvorstellung. Ein Höhepunkt wird auch wieder der fliegende Weihnachtsmann über dem St. Johanner Markt sein. Der kann von der begehbaren Panorama-Etage der doppelstöckigen Almhütte beobachtet werden. Auch die „Knips-Mich-Weihnachtshütte“ für bleibende Erinnerungen wird es wieder geben. Im vergangenen Jahr wurden in der Hütte mehr als 10 000 Fotos geschossen. Die 80 Weihnachtshütten des Marktes sind Eigentum des Verkehrsvereins, lagern das ganze Jahr über in Merzig und werden seit Montag für den Markt aufgebaut.

„Wir haben etwa 350 000 Euro anfallende Kosten für den Markt. Unsere Einnahmen erzielen wir durch die Vermietung der Hütten und über Sponsoren, ohne die der Markt in dieser Form nicht stattfinden könnte. Gewinn bleibt am Ende in der Regel keiner hängen“, sagt Walter Poggenpohl. Die Frage nach dem Gewinn und dem Kommerz in der Vorweihnachtszeit ist ohnehin eine Frage für sich. „Ich glaube, das wird immer kontrovers diskutiert werden. Ich sehe in erster Linie die tolle Weihnachtsstimmung, die durch den Markt nach Saarbrücken kommt. Es ist eine Qualitätssteigerung und es werden viele Menschen in die Landeshauptstadt kommen“, so der Vorsitzende des Verkehrsvereins weiter.

Der Verein leistet auch seinen Umweltbeitrag. Das Lichterangebot ist in diesem Jahr noch größer und bunter. Dafür kommen mehr als 15 000 stromsparende LEDs zum Einsatz. Die Kunststoffschilder für die Warenauszeichnungen wurde durch Holzschilder ersetzt. An den Verkaufsständen wird es kostenlose Christkindl-Markt-Papiertragetüten geben.

Walter Poggenpohl Foto: Lehmann. Foto: Heiko Lehmann

Für die Kinder gibt es vom 27. November bis zum 18. Dezember den Kindermittwoch. Dann fliegt der Weihnachtsmann bereits um 14 Uhr, am Chorbaum gibt es ein Tanzprogramm und die Fahrgeschäfte kosten nur die Hälfte. Für die Sicherheit ist auch gesorgt. Das Ordnungsamt stellt 68 Betonklötze (je zwei Tonnen) an den Eingangsbereichen zum Markt auf. Die Polizei ist mit 340 Beamten im Einsatz. Als Streife, in zivil und an Infoständen. „Im vergangenen Jahr gab es keine gravierenden Vorfälle. Es gab 13 Straftaten und vier Ordnungswidrigkeiten. Solche Märkte sind auch das Ziel von Taschendieben und Menschen, die durch Straftaten ihren Lebensunterhalt verdienen. Deshalb informieren wir die Bürger an unseren Ständen darüber“, sagte Udo Schneider, der Leiter der Polizeidienstelle Stadt Saarbrücken.