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Traditionspflege
Den neuen Kalender gibt’s beim Weihnachtsmarkt

Dies Bild der Simbach-Mühle ist im Kalender.
Dies Bild der Simbach-Mühle ist im Kalender. FOTO: Hermann-Diehl-Stiftung
Güdingen. Die erste große Verkaufsaktion für den neuen Güdinger Dorfkalender der Hermann-Diehl-Stiftung steht unmittelbar bevor. Beim  Weihnachtsmarkt am  ersten Adventswochende in der Alten Scheune stellen die Kalendermacher ihr Sammelwerk vor. Von Andreas Lang

Sicher werden viele Besucher in dem neuen Werk mit dem Titel „Güdingen und seine verschwundenen und vergessenen Orte“ blättern. Unter anderem ist die Simbach-Mühle den Machern Klaus Lösch, Wolfgang Käps, Heinz Greff, Hanna Durang und Harald Seiler ein Kalenderblatt wert gewesen, ihr ist der Februar gewidmet. Weitere Blätter zeigen das Nadelwehr, die Badeanstalt an der Saar oder die Holzhüttensiedlung am alten Zementwerk.


Davon, dass zeitweise das Kalendermaterial knapp wurde, ist mittlerweile keine Rede mehr. Was auch an regelmäßigen Geschichtsstammtischen liegt. Wolfgang Käps berichtet: „An den Geschichtsstammtischen nehmen jeweils knapp 30 Gäste teil, man erzählt sich viel.“ Es gelte das Wissen der Älteren zu mobilisieren und zu retten. Denn viele Zeitzeugen seien bereits gestorben. Während aus den direkt an der Saar gelegenen Dorfteilen allerhand Material vorliege, sehe es mit Erinnerungen aus dem damaligen Neubaugebiet Unner dünn aus.

Wer sich für den Kalender interessiert, kann ihn unter anderem bei der Volksbank, der Sparkasse, der Apotheke oder in der Praxis Malberg in Güdingen kaufen. In den betreffenden Geschäften hängt ein Plakat zum Dorfkalender aus. Weiter ist der Kalender direkt bei der Hermann-Diehl-Stiftung zu beziehen. Die Auflage umfasst 180 Stück, der Verkaufspreis beträgt fünf Euro.