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Unwetter im Saarland: Viele Einsätze für Feuerwehr und Polizei

Unwettereinsätze in der Nacht auf Montag : Umgeknickte Bäume und überflutete Keller im Saarland

In der Nacht auf den heutigen Montag sind Feuerwehren und Polizei im Saarland zu zahlreichen Unwettereinsätzen ausgerückt. Besonders betroffen gewesen sei der Landkreis St. Wendel.

Heftige Gewitter und teilweise Sturmböen sind in der vergangenen Nacht über das Saarland hinweggefegt. Wie die Führungs- und Lagezentrale der Polizei auf SZ-Anfrage am Montagmorgen mitteilte, ist es allein zwischen 1.15 Uhr und 2.15 Uhr zu 16 Einsätzen gekommen.

Bei sechs Einsätzen war neben der Feuerwehr auch die Polizei gefragt, da es hier zu Gefahrenstellen durch Gegenstände auf Fahrbahnen gekommen ist. Dazu zählten abgeknickte Äste, Geröll und Überflutungen. Etwa auf der Autobahn A 620 im Bereich Malstatter Brücke sei es kurzzeitig zu Überschwemmungen gekommen, da der Kanalablauf überlastet gewesen sei, sagte der Sprecher des Landespolizeipräsidiums Stephan Laßotta.

Besonders von dem Unwetter betroffen gewesen seien neben dem Kreis St. Wendel auch der Kreis Merzig-Wadern sowie der Regionalverband. Die Feuerwehren mussten umgestürzte Bäume wegräumen und vollgelaufene Kellerleerpumpen.

Die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis St. Wendel melden auf ihrer Facebook-Seite 26 Einsätze zwischen 1.30 Uhr und 3.30 Uhr. Am stärksten betroffen gewesen sei die Gemeinde Namborn, wo es zu 20 unwetterbedingten Einsätzen gekommen sei. Darunter waren überflutete Keller, umgestürzte Bäume sowie zwei Brände in Wohnhäusern, die durch Wassereinbrüche in Elektroverteilungen entstanden waren.

„Erhebliche Gefährdung für Verkehrsteilnehmer sowie die Einsatzkräfte bestand durch ausgehobene Gullydeckel, welche durch die überfluteten Flächen nicht immer ersichtlich waren“, teilt Feuerwehr-Sprecher Dirk Schäfer mit. Weiterhin behinderten mit Geröll und Schlamm überflutete Strassenabschnitte den Straßenverkehr.

Wegen eines Hangrutsches im Bereich Gewerbegebiet „Auenrech“ im Namborner Ortsteil Hofeld-Mauschbach musste die L133 zeitweise in diesem Bereich voll gesperrt werden. Verletzt worden sei niemand, so Schäfer.

Die Unwettergefahr für Rheinland-Pfalz und das Saarland hält an. Im Tagesverlauf müsse mit teils kräftigen Gewittern, Starkregen und auch Hagel gerechnet werden, teilte der Deutsche Wetterdienst am Montagmorgen mit. Während der Unwetter könnten bis zu 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit fallen. Zum Abend hin beruhige sich das Wetter wieder etwas. Die Tageshöchstwerte liegen bei 27 Grad Celsius. Auch am Dienstag werden ähnliche Temperaturen erwartet, weitere Gewitter sind der Vorhersage zufolge möglich.