Umbau des Marktplatzes von Quierschied geht weiter

Gemeinderat tagt : Quierschied setzt Marktplatzumbau fort

Heute macht der Gemeinderat den Weg frei für die nächste Etappe auf dem Weg zu einer neuen Ortsmitte.

Ein Platzregen zog Rathaus und Kultursaal der Gemeinde Quierschied vor etwas über zehn Jahren so sehr in Mitleidenschaft, dass eine Reparatur unmöglich war. Seither hat sich in der Ortsmitte viel getan.

Die Verwaltung hat in einer Bankfilliale ein neues Zuhause gefunden. 2017 wurde mit der Q.lisse, dem neuen Haus der Kultur, eine architektonische und finanzielle Punktladung vollbracht. Mit knapp vier Million Euro blieben die Planer im Kostenrahmen,  was für eine Baumaßnahme der öffentlichen Hand ungewöhnlich ist. Auch die ein Jahr später eingeweihte und mittlerweile wegen ihrer vielseitigen Verweilmöglichkeiten gut angenommene Außenanlage kostete nicht mehr als die veranschlagten 1,7 Millionen Euro.

An diesem Donnerstag will der Gemeinderat nun für knapp 580 000 Euro den nächsten Bauabschnitt in die Wege leiten. Die Sitzung in der Q.lisse beginnt um 18 Uhr. „Es wäre nicht Quierschied, wenn wir für weniger Budget nicht mehr Leistung bekommen würden“, sagt Bürgermeister Lutz Maurer im Hinblick auf die Neugestaltung des Marktplatzes: „Eigentlich waren für die Maßnahme 685 000 Euro eingeplant.“

Die Neugestaltung schließt nun die zwischen Marktplatz und Rathaus gelegene Ladestraße mit ein. Sie wird verkehrsberuhigt und damit sicherer für Passanten, die sich künftig barrierefrei vom Rathaus bis zum Einkaufsmarkt bewegen können. Der Marktplatz wird 57 Kfz-Stellplätze und drei Behindertenparkplätze haben. „Die Stellplätze sind mit 2,70 Metern 20 Zentimeter breiter, als es die Norm verlangt“, sagt Maurer, „uns war die Nutzerfreundlichkeit wichtig. Auch vor dem Hintergrund, dass viele Patienten der anliegenden Ärzte die Parkfläche nutzen.“

Die Fahrwege sollen 6,75 Meter breit sein und mit eingefärbtem Asphalt ausgestattet werden. „Die Stellplätze haben einen sogenannten veredelten Asphalt, der dann auch wasserdurchlässig sein soll“, sagt der Bürgermeister.

Auf der Seite der Ärztehäuser und des Hotels sollen Pflanzen und ansprechende Laternen den Platz aufwerten. „Wir hatten zuletzt die Parkflächen schon eingezeichnet, wie sie künftig sein sollten“, erklärt Maurer, „aus dieser Probephase gewonnene Erkenntnisse sind in die finale Planung eingeflossen.“ Das betrifft auch die Nutzung der Fläche bei Volksfesten und Veranstaltungen.

Auch darum wurde der ursprünglich an der Ladestraße endende Geltungsbereich dieses Bauabschnittes bis ans Rathaus erweitert. Maurer erklärt: „Es ist ein Vorgriff auf den nächsten Schritt, der dann den Triebener Platz neben dem Rathaus miteinbeziehen soll.“

Auch wenn die Freien Wähler dem Gesamtprojekt der neuen Ortsmitte seit Jahren kritisch bis ablehnend gegenüber stehen, scheint sicher, dass die Vergabe der Tief- und Landschaftsbauarbeiten auf dem Marktplatz heute ohne Probleme den Rat passiert.

Schließlich haben CDU und SPD in den letzten Jahren schon immer gemeinsam mit Maurer und seiner Vorgängerin Karin Lawall alle Maßnahmen getragen. Dass Quierschied mit der Neugestaltung seiner Ortsmitte auch überregional für Aufsehen gesorgt und Städtebau-Preise eingeheimst hat, konnte vor zehn Jahren jedoch noch niemand vorhersehen.