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Lungeninfektion
Saarbrücker Berufsschülerin an Tuberkulose erkrankt

 Bei einer Saarbrücker Berufsschülerin wurde Tuberkulose diagnostiziert. (Symbolbild)
Bei einer Saarbrücker Berufsschülerin wurde Tuberkulose diagnostiziert. (Symbolbild) FOTO: picture alliance / dpa / Rainer Jensen
Saarbrücken/Riegelsberg. Junge Frau war als Praktikantin in Riegelsberger Kindergarten eingesetzt. Gesundheitsamt gibt aber Entwarnung. Von Matthias Zimmermann und Marco Reuther
Matthias Zimmermann

Ein Tuberkulosefall sorgt zurzeit in Saarbrücken und Riegelsberg für Aufregung. Demnach wurde die Infektion bei einer jungen Frau nachgewiesen. Sie ist Schülerin am Sozialpflegerischen Berufsbildungszentrum (SBBZ) in der Schmollerstraße in Saarbrücken. Dies bestätigte Lars Weber, Pressesprecher beim Regionalverband Saarbrücken.


Besonders sorgen sich zurzeit Eltern des Kindergartens Ronnertswies in Riegelsberg. Dort hatte die Erkrankte ein Berufspraktikum absolviert, war zweimal pro Woche vor Ort. Untersuchungen im Auftrag des Gesundheitsamtes Saarbrücken beim Regionalverband sollen ergeben haben, dass kein Kind von Tuberkulosebakterien befallen ist. Bluttests bei Mitschülern der betroffenen Frau sollen ebenfalls negativ ausgefallen sein.

Weber teilt schriftlich mit, dass „die Gefahr einer Ansteckung in diesem Rahmen gering“ sei, aber „im Einzelfall auch nicht auszuschließen“. Um einen Ausbruch der Lungenkrankheit auszuschließen, sollen jene Menschen vorsorglich mit Antibiotika behandelt werden, die Kontakt zur Patientin hatten. Aktuell bestehe „keine Gefahr einer weiteren Ausbreitung“, versichert der Pressesprecher.



Um die Eltern zu informieren, deren Nachwuchs im Riegelsberger Kindergarten untergebracht ist, luden Gesundheitsamt sowie die Arbeiterwohlfahrt (Awo) zu einer Veranstaltung Freitagabend ins dortige Rathaus. Unterdessen soll es sich bei dem aktuellen Tuberkulosefall nicht um den einzigen handeln. Bereits im Herbst vergangenen Jahres sei die Krankheit bei einem Sozialpflegeschüler aufgetaucht. Lars Weber: „Das kommt immer mal vor, stellt aber keine Bedrohung dar.“ Die Krankheitsfälle werden behördlich registriert. Von einer Epidemie in der Region könne keine Rede sein.