„Todesstrecke“ B51 bei Bübingen: Grüne wollen Verkehrskreise

Reaktion auf schweren Unfall : Grüne zur „Todesstrecke“ B51 bei Bübingen

Plakativ fordert der Grünen-Ortsverband Halberg: „Todesstrecke B 51 muss sicherer werden“, Anlass ist der schwere Unfall am 13. Oktober mit einem Toten und zwei Schwerverletzten durch einen Frontalzusammenstoß bei Bübingen (die SZ berichtete).

Die stark befahrene Strecke von der französischen Grenze bis Güdingen scheine sich „langsam aber sicher zu einem Unfallschwerpunkt zu entwickeln“. In den vergangenen Jahren habe hier der Pkw- und der Lkw-Verkehr deutlich zugenommen, immer wieder sei es zu schweren Unfällen gekommen, sagte Joachim Mohr als Vorsitzende des Ortsverbands Halberg von Bündnis 90/Die Grünen.

Auch habe es wiederholt Bürgerbeschwerden über gefährliche Situationen und Raser auf diesem Streckenabschnitt gegeben.

Es sei „sinnvoll und notwendig“, die gefährlichen Kreuzungen in diesem Bereich durch Verkehrskreisel zu ersetzen, insbesondere im Bereich der Güdinger Brücke und der Einmündung Bübingen/Ort. Das würde auch zu schnellem Fahren entgegenwirken. Womöglich, so Frank Lichtlein als Pressesprecher der Halberger Grünen, hätte ein Verkehrskreisel auch den jüngsten, tödlichen Unfall verhindert.

Auch Maßnahmen zur Trennung der Fahrbahnen sollten geprüft werden, damit Fahrzeuge nach Möglichkeit nicht in den Gegenverkehr geraten. Möglichkeiten seien Rüttelstreifen und Barken. Als Sofortmaßnahmen fordern die Grünen durchgehende und überwachte Geschwindigkeitsbegrenzungen von Tempo 70, an den Einmündungen Tempo 50. Ein positiver Nebeneffekt sei eine Lärmreduzierung.

Die Grünen fordern zudem in dieser Sache einen Runden Tisch von Polizei und Verkehrsbehörden gemeinsam mit Bezirksbürgermeister und Gemeinde Kleinblittersdorf, um die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Entschärfung der Gefahrenstellen zu prüfen und gegebenenfalls festzulegen.