| 21:14 Uhr

Saarlandmeisterschaft in der Halle
Titel trotz Erkältung und schlechtem Start

Thanusanth Balasubramaniam läuft als Erster über die Ziellinie und schaut zur Uhr, um seine Zeit zu sehen. Er siegte über 60 und 200 Meter.
Thanusanth Balasubramaniam läuft als Erster über die Ziellinie und schaut zur Uhr, um seine Zeit zu sehen. Er siegte über 60 und 200 Meter. FOTO: Lutwin Jungmann
Saarbrücken. Bei der Leichtathletik-Saarlandmeisterschaft in der Halle hat sich das LAZ Saar 05 Saarbrücken an der Sportschule 17 Goldmedaillen gesichert. Von Manuel Keil

Leichtathleten des LAZ Saar 05 Saarbrücken haben bei den saarländischen  Hallenmeisterschaften an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken ihren Heimvorteil genutzt. Bei den  ersten Titelkämpfen des Jahres konnten sie sich über 17 erste Plätze und starke Leistungen in den Sprintdisziplinen freuen. Herausragend war Thanusanth Balasubramaniam. Er sicherte sich die Titel über 60 Meter und über 200 Meter.



Eigentlich hatte Balasubramaniam in der Vorwoche seinen ersten Wettkampf des Jahres absolvieren wollen. Er wurde aber von einer Erkältung ausgebremst, musste fünf Tage mit dem Training aussetzen. Vor allem mit seinen 6,79 Sekunden über 60 Meter zeigte er sich daher zufrieden: „Nach der Vorgeschichte war das richtig gut. Nur am Start und auf den ersten Metern war noch nicht alles optimal.“ Auch über 200 Meter war der LAZ-Läufer in 21,75 Sekunden klar der Schnellste. Für diese Hallensaison hat sich Balasubramaniam eine 60-Meter-Zeit unter 6,70 Sekunden und das Erreichen des Endlaufs bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund am 17. und 18. Februar als Ziele gesetzt.

Über 60 Meter war auch Balasubramaniams Clubkollege Robby Welsch bei den Saarlandmeisterschaften am Sonntag schnell unterwegs. Er holte sich in 6,84 Sekunden den U 20-Titel und blieb nur eine Hundertstelsekunde über seiner Bestleistung aus der Vorwoche.

Erfolgreichste Teilnehmerin der Landesmeisterschaften war Michelle Hering mit drei Titeln. Über 60 Meter qualifizierte sie sich bei ihrem Sieg in 7,65 Sekunden für die deutsche Meisterschaft. In 25,47 Sekunden war sie auch über 200 Meter die schnellste Frau. Zudem holte Hering mit Luisa Valeske, Abigail Adjei und Michelle Weitzel in 1:42,28 Minuten mit der 4 x 200-Meter-Staffel den Titel. „Insgesamt bin ich nach dem vollen Programm sehr zufrieden. Nur über das 60-Meter-Finale ärgere ich mich ein wenig, weil ich da eine noch schnellere Zeit erwartet habe“, sagte Hering.

Über 200 Meter schaffte U 20-Siegerin Teresa Bubel eine Hallen-Bestzeit in 24,89 Sekunden. Sie erfüllte  wie die Zweitplazierte Anna Rausch (25,34 Sekunden) erneut die Norm für die deutsche Meisterschaft. Pech hatten beide mit Paula Preuße und Lea Rink in der Staffel. Als schnellste Staffel mit der zweitbesten Zeit in Deutschland wurden sie disqualifiziert: Sie hatten  ihre Teilstrecken in der falschen Reihenfolge absolviert.

Eine der spannendsten Entscheidungen gab es im Weitsprung, wo sich Michelle Weitzel trotz Trainingsrückstand mit 6,00 Metern vor Sarah Knobe mit 5,95 Metern durchsetzte. „Ich hatte erst am Donnerstag mein Examen und war vorher auch noch krank, so dass ich damit sehr zufrieden bin“, sagte Weitzel: „Beim letzten Versuch auf genau sechs Meter bin ich zudem vor dem Brett abgesprungen.“

Ähnlich spannend waren die 400 Meter bei der weiblichen Jugend. In 58,78 Sekunden siegte die 16-jährige Louisa Flachsland vom SC Friedrichsthal vor der gleichaltrigen Dilara Camyurdu vom LAZ (58,85 Sekunden).