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Tierschutzstiftung Saar: Haustiere übertragen das Coronavirus nicht

Coronavirus : Haustiere offenbar nicht infektiös

Tierschutzstiftung Saar erklärt, dass es keine Erkenntnisse zu Coronavirus-Übertragung gibt.

Die Tierschutzstiftung Saar macht darauf aufmerksam, dass es bislang keine Erkenntnisse gibt, ob Hunde und Katzen das Coronavirus übertragen. Wie Claudia Behnisch-Hartz, stellvertretende. Vorstandsvorsitzende der Stiftung und Tierärztin, der SZ sagte, gebe es Alpha-Coronaviren bei Hunden und Katzen schon seit Jahren. Bei Hunden machten sie sich als milde Durchfallerkrankung bemerkbar, bei Katzen seien sie möglicher Auslöser der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIP). „Mit dem aktuellen Virus Sars-CoV-2 haben sie jedoch nichts zu tun“, betonte Behnisch-Hartz. In China sei Ende Februar ein Hund in Quarantäne gering positiv auf das Virus getestet worden. „Der Hund stammte aus einem Haushalt einer infizierten Person. Bei dem Tier wurde zwar das Virus in sehr niedriger Konzentration entdeckt, aber es vermehrte sich nicht“, sagte Behnisch-Hartz. Das Tier habe auch keine Krankheitssymptome gezeigt. Wenn man an dem Coronavirus erkrankt sei, sollte man den engen Kontakt zu seinem Haustier aber vermeiden, erklärte die Tierärztin.

Bislang gingen Experten davon aus, dass die Tiere bei der Verbreitung keine Rolle spielten. Jedoch sollten sich Besitzer regelmäßig die Hände waschen und die allgemeinen Hygienemaßnahmen beachten. „Hunde oder Katzen tragen das Virus nicht in sich und können es nach jetzigem Kenntnisstand auch nicht ausscheiden“, so Behnisch-Hartz. Atemmasken oder Desinfektionsmittel seien nicht notwendig. Im Gegenteil: Sie bedeuteten für Tiere Stress und könnten Haut und Schleimhäute schädigen. Hundebesitzer in Quarantäne dürften mit ihrem Vierbeiner nicht selbst Gassi gehen. Wichtig sei, dass Hundesitter, die die Tiere spazieren führten, die Wohnung des Erkrankten nicht beträten.