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Basketball
TBS zündet nach dem Fehlstart den Turbo

Edouard Papa Diouf vom TBS Saarbrücken (links) dribbelt auf Hamza Alshawa vom TuS Herrensohr zu. Im Stadtderby in der Mügelsberghalle zeigte der Center eine Galavorstellung. Diouf führte seine Mannschaft mit 30 Punkten zum 72:59-Erfolg.
Edouard Papa Diouf vom TBS Saarbrücken (links) dribbelt auf Hamza Alshawa vom TuS Herrensohr zu. Im Stadtderby in der Mügelsberghalle zeigte der Center eine Galavorstellung. Diouf führte seine Mannschaft mit 30 Punkten zum 72:59-Erfolg. FOTO: Thomas Wieck
Saarbrücken. Der Basketball-Oberligist aus Saarbrücken belegte als Aufsteiger den vierten Platz. Die Mannschaft von Spielertrainer Fred Addae legte einen starken Saisonendspurt hin und war punktgleich mit dem Tabellendritten TuS Herrensohr. Von David Benedyczuk

Trotz schleppendem Saisonstart: Der Aufsteiger TBS Saarbrücken gehörte zu den positiven Überraschungen in der Basketball-Oberliga. Dank eines starken Endspurts mit vier Siegen in Folge rückte die Mannschaft von Spielertrainer Fred Addae bis auf den vierten Tabellenplatz vor. Der TBS war punktgleich mit dem besten Saarverein TuS Herrensohr. Der Stadtrivale ist aufgrund des gewonnen direkten Vergleichs mit den Saarbrückern Dritter.


Dabei steckte der Oberliga-Neuling Ende Januar mit sechs Siegen und acht Niederlagen in akuter Abstiegsgefahr. Doch der TBS Saarbrücken beeindruckte im Endspurt. Ein Höhepunkt war der 72:59-Sieg im Saarderby gegen den TuS Herrensohr, als die Mügelsberghalle Anfang Februar fast aus allen Nähten platzte. Überragend dabei: Edouard Papa Diouf. Der Center, der in der Saison zuvor für die Baskets 98 Völklingen in der zweiten Regionalliga spielte, war im Saisonverlauf zum TBS gestoßen. Er sollte sich nicht nur wegen seiner 30-Punkte-Gala im Derby gegen Herrensohr als Glücksgriff erweisen. Der Senegalese erreichte in elf Partien einen Punkteschnitt von 19,4 Zählern.

Damit lag Diouf gleichauf mit einem weiteren Saarbrücker Neuzugang, der ebenfalls gewichtigen Anteil an der starken Saison hatte: Jimmy Lauter. Er bewies seine Treffsicherheit aus der Distanz für die Saarlouis Royals schon in der 2. Bundesliga Pro B. Lauter erreichte den Schnitt von 19,4 über 19 Einsätze – damit war er bei der Gesamtpunkteausbeute drittbester Oberliga-Werfer. Hinter den Topschützen Lauter und Diouf erreichte der ebenfalls von den Baskets Völklingen gekommene Nael Hatahet mit 11,1 Zählern noch einen zweistelligen Punkteschnitt.



Schon vor dem letzten Saisonspiel beim TuS Treis-Karden hatte TBS-Spielertrainer Addae, der krankheitsbedingt länger pausieren musste, gesagt: „Oberstes Ziel war für uns der Klassenverbleib. Den haben wir klar geschafft. Von daher war es eine gute Runde.“ Vor allem die zweite Saisonhälfte war stark. Denn nach dem Sieg gegen Herrensohr verlor Saarbrücken nur noch beim Meister BBC Montabaur (79:85). Im drittletzten Saisonspiel beendete der TBS mit dem 66:55-Auswärtssieg die Serie der MJC Trier, die sieben Siegen am Stück gefeiert hatte.

Der TBS Saarbrücken hatte nach dem 89:78-Sieg im vergangenen September im ersten Oberliga-Heimspiel gegen die SG Roden-Dillingen eine fast zweimonatige Durststrecke durchgemacht. Erst der 83:80-Heimsieg gegen Trier brachte im November die Wende zum Besseren. Danach war der TBS zuhause eine Bank, gewann sieben von zehn Partien in der Mügelsberghalle – unter anderem in einem wahren Krimi gegen die Baskets 98 Völklingen, als Saarbrücken ein 16-Punktepolster im Schlussviertel verspielte, um schließlich doch noch mit 71:67 zu gewinnen.

Nach der Saison in der Oberliga verabschiedete sich der TBS Saarbrücken mit einer starken Vorstellung im Saarlandpokal-Halbfinale in Ludweiler gegen Erst-Regionalligist Saarlouis Sunkings in die Sommerpause, als die Saarbrücker dem späteren Pokalsieger beim 72:80 alles abverlangten.