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Jetzt hat es auch in Friedrichsthal gekracht: Täter fliehen nach Explosion ohne Beute

Jetzt hat es auch in Friedrichsthal gekracht : Täter fliehen nach Explosion ohne Beute

Unbekannte sprengen einen Fahrkartenautomaten der Bahn in Friedrichsthal in die Luft. Schaden: 25 000 Euro.

Eine Explosion hat in der Nacht zum Donnerstag am Haltepunkt Friedrichsthal Mitte der Deutschen Bahn einen Fahrkartenautomaten völlig zerrissen. Der Automat fiel um, sein Innenleben flog meterweit ins Gelände. Nach Auskunft von Bundespolizeisprecher Dieter Schwan ist die Tür den Automaten 15 Meter weit weggeschleudert worden und hat einen Lampenmast beschädigt. Die Wucht der Detonation muss sehr groß gewesen sein. Die Kassette mit den Geldscheinen war nach Auskunft eines Ermittlers vor Ort so weit ins Gebüsch geschleudert worden, dass die Täter die Scheine in der Dunkelheit nicht finden konnten. Das Münzgeld blieb im Automaten und konnte nicht entnommen werden. So mussten die Täter ohne Beute das Weite suchen.

Die Bundespolizei beziffert den Schaden auf 25 000 Euro. Bei der Tat wurde nach Einschätzung der Beamten ein fester Sprengstoff verwendet und nicht, wie bei früheren Ereignissen Gas. Einen vergleichbaren Fall gab es am 25. Oktober in Oberlinxweiler. Zwischen beiden Taten wird ein Zusammenhang vermutet. Außerdem glaubt die Polizei, dass der Täter von der Stärke der Explosion in Friedrichsthal überrascht worden ist und sich eventuell sogar verletzt habe. Zeugen werden gebeten, sich an die Bundespolizei oder die nächste Polizeidienststelle  zu wenden.

Die Bahn ließ den Automaten gestern abtransportieren. Er muss ersetzt werden. In der Nacht war die Feuerwehr im Einsatz, um die Tatörtlichkeit großflächig auszuleuchten. Dabei musste auch das Geld gesucht werden.